Den Tag gemeinsam beenden (Verliebter Tyrann)

Den Tag gemeinsam beenden (Verliebter Tyrann)

Beitragvon Sammy-chan » 11. Jul 2016, 19:48

Titel: Den Tag gemeinsam beenden
Fandom: Verliebter Tyrann
Rating: 18-slash
Pairing/Charaktere: Soichi Tatsumi/Tetsuhiro Morinaga
Warnings: erste Schandtat in diesem Fandom, ansonsten nix

Songzitate: 2 Hast du Feuer? Gib mir Feuer, dann geh bitte wieder heim. Die Zigarette danach rauch ich lieber allein (Jennifer Rostock - Feuer)
Tageszeit: 2 Nachmittags
Setting: 6 im Auto
Gegenstand: 4 Brille
Tätigkeit: 5 lästern
Emotion: 6 Wut


Sollte es mit der Zeit nicht besser laufen? Sie wohnten doch zusammen. Tetsuhiro hatte gedacht, dass alles gut werden würde. Dass sie ein richtiges Paar sein würden. Er hatte das Gefühl gehabt, dass Soichi viel offener ihm gegenüber geworden war. Dass er es auch nicht mehr so ablehnte, wenn sie körperlich miteinander wurden. Dennoch hatte er Tetsuhiro unverblümt gesagt, dass er es nie gewollt hatte.
Tetsuhiro legte seinen Kopf auf den Tisch und wand sich in Selbstmitleid.
"Jede Woche erzählst du etwas anderes. Einmal denkst du, du wärst seine große Liebe. Dann gibt’s nur Prügel. Es ist doch schon Tradition, dass er dich abweist. Aber letztendlich lässt er dich doch immer wieder ran, muss ja was bedeuten", sagte Hiroto und Tetsuhiro schüttete sich den Rest des Glases hinunter, in der Hoffnung, dass der Alkohol ihm irgendwann seinen Verstand vernebeln und er nicht mehr daran denken würde. Wer sollte denn auch schon wissen, was Soichi wollte und was nicht. Er wusste das schon längst nicht mehr, er hatte es nie gewusst.
Soichi sagte, dass er Schwule hassen würde, wollte aber nicht, dass Tetsuhiro ging. Im Gegenteil, jetzt wohnten sie zusammen, aber offiziell nur in einer WG. Und Soichi schloss jeden Abend die Tür ab, damit Tetsuhiro ihn nicht überfallen würde. Tetsuhiro wollte ihm beweisen, dass er ein zivilisierter Mensch war. Dass er ihn nicht einfach überfallen würde. Dass er Rücksicht darauf nahm, was er wollte oder nicht wollte.
Das Problem war, dass Soichi nie wollte. Nicht wirklich, so schien es zumindest. Und Tetsuhiro war nur ein Mensch mit Trieben und allem, was dazu gehörte. Und auch er hatte nur eine gewisse Beherrschung. Und manchmal, da hatte er auch das Gefühl, dass Soichi es wollte, obwohl er etwas anderes behauptete. Wenn sein Körper reagierte, sobald Tetsuhiro ihn berührte.
"Diesmal war das anders, er hat mich nicht einfach nur abgewiesen."
Er nahm das neu gefüllte Glas, das Hiroto ihm hingestellt hatte und setzte es an, um mit großen Schlucken daraus zu trinken und sein Gedächtnis, was ihn erneut mit den vergangenen Szenen malträtierte, zum Schweigen zu bringen.

~~~
Tetsuhiro liebte diese Momente. Okay, er liebte auch all das davor. Die Art, wie Soichis Körper vibrierte, wenn er ihn berührte. Wie empfindlich er war, wie er dann stöhnte. Wie sein Körper ihn wollte, auch wenn er Tetsuhiro tausende Male sagte, dass er es nicht wollte. Das, was sein Mund aussprach und das, was sein Körper sagte, waren vollkommen unterschiedliche Dinge und Tetsuhiro war oft im Zwiespalt, was davon er glauben sollte.
Aber diese Momente nach dem Sex, die waren das i-Tüpfelchen. Wenn Soichi erschöpft in seinen Armen lag, so erschöpft, dass er einer schnurrenden Katze glich, die sonst immer ihre gefährlichen Krallen ausfuhr. Und Tetsuhiro nutzte es schamlos aus, das wusste er. Aber er war auf diese Momente angewiesen, wo er glauben konnte, dass Soichi ihn genauso brauchte, wie er ihn. Dass sein Senpai ihn nicht nur duldete, weil er vielleicht einfach nur ein guter Assistent war, den man schwer ersetzen konnte.
Er schmiegte sich an Soichi, strich mit seinen Händen über seine Hüften und spürte, wie Soichi sich regte.
"Was klebst du so an mir, Morinaga? Nimm deine Hände da weg."
Seufzend zog er tatsächlich die Hände zurück. Was war hier los? Sonst war Soichi nach dem Sex so erschöpft, dass er kaum mehr mitbekam, was Tetsuhiro tat.
Er weigerte sich aber von seinem Senpai abzurücken, viel zu einladend war seine Wärme, sein Körper, seine Haare, seine Augen, die ihn wütend anfunkelten.
"Hab ich nicht gesagt, du sollst nicht so an mir kleben? Das ist widerlich."
Soichi rückte demonstrativ von ihm weg.
"Was ist heute mit dir los, Senpai? Hat es dir nicht gefallen? Hab ich was falsch gemacht?"
Er konnte nicht anders, er liebte es, wenn Soichi vor Verlegenheit rot wurde, auch wenn danach oftmals das nächste Donnerwetter folgte. Auch jetzt ließ es nicht lange auf sich warten.
"Du machst alles falsch und es gefällt mir nie."
Er setzte sich auf und angelte nach seinen Klamotten, holte die Zigarettenpackung hervor, die er immer in einer seiner Taschen bei sich trug.
"Es wirkt nicht so, als würde es dir nicht gefallen. Dein Körper sagt etwas anderes."
Tetsuhiro fragte sich, woher er den Mut plötzlich nahm. Er wusste, dass diese Streitigkeiten zwischen ihnen kein Ende nehmen würden. Dass er gerade nur dabei war, sein eigenes Grab zu schaufeln.
"Du drehst dir die Dinge doch immer so, wie es dir gerade am besten passt."
Soichi zog eine der Zigaretten aus der Packung und steckte sie sich zwischen die Lippen. Die Lippen, die Tetsuhiro kurz zuvor noch geküsst hatte. Die er auch jetzt wieder küssen wollte.
"Ich habe oft genug gesagt, dass ich es nicht tun will. Wir tun es doch nur, weil du dich nicht zurückhalten kannst."
Da war es wieder. Er wollte es nicht. In Tetsuhiro krampfte sich etwas zusammen.
Soichi durchsuchte ein zweites Mal die Taschen seiner Kleidung.
Warum tat er es dann, wenn er es nicht wollte? Es war nicht so, dass Tetsuhiro ihm keine Möglichkeit gab ihn zurückzuweisen. Natürlich, er überhörte ein 'nein' gern mal, aber auch nur, weil es niemals ein 'ja' gab und es doch immer in Ordnung schien. Wenn Soichi wollte, dann könnte er Tetsuhiro abweisen, wenn er wirklich wollte. Wer sollte da noch durchsteigen?
"Hast du Feuer?", fragte ihn Soichi genervt, als er anscheinend kein Feuerzeug in seiner Tasche gefunden hatte, aber Tetsuhiro schüttelte den Kopf. Er war schließlich Nichtraucher, wusste er doch. "Wenn du kein Feuer hast, dann verschwinde endlich. Ich will in Ruhe eine Rauchen, ohne Gefahr zu laufen angefallen zu werden."
Tetsuhiro wollte ihm im ersten Moment klar machen, dass sie es gerade erst getan hatten, aber wahrscheinlich würde es die Situation nicht besser machen.
"Wir sind in meinem Zimmer", sagte er stattdessen und Soichi warf ihm einen überraschten Seitenblick zu, als wäre es ihm tatsächlich entfallen, aber dann zogen sich seine Augenbrauen verärgert zusammen. "Ist doch egal, du solltest verschwinden, du bist schließlich derjenige, der sich nicht im Griff hat."
Einen Moment wollte Tetsuhiro einfach nur stur sein, aber dann gab er nach. Es war sicherlich nicht von seinem Vorteil Soichi noch weiter zu reizen, also verließ er nach einer Sekunde, in der er zögerte und ihn Soichis wütender Blick traf, das Bett.
"Kann ich dann in deinem Zimmer schlafen?"
"Untersteh dich! Wer weiß, was du dort treibst."
Und so kam es, dass Tetsuhiro sich auf das Sofa verzog und sich wie ein geprügelter Hund fühlte.


~~~
"Er hat mich noch nie danach weggeschickt." Tetsuhiro war zum Heulen zumute. Was war, wenn es das jetzt wirklich war mit ihnen?
"Vielleicht bin ich diesmal etwas zu rau gewesen, vielleicht hat es ihm weh getan", dachte er laut nach und Hiroto schüttelte den Kopf.
"Ich glaube nicht, dass das sein Problem ist, Engelchen."
"Was ist es denn dann?" Erneut hob Tetsuhiro das Glas an die Lippen, um seinen ursprünglichen Plan in die Tat umzusetzen und die gestrigen Bilder aus seinem Kopf zu löschen, zumindest die nach dem Sex.
"Wenn ihm das alles so zu wider ist, was du mit ihm machst, dann wäre er doch schon längst fort. Würdest du darauf hören, was er sagt, dann würdet ihr doch niemals von der Stelle kommen. Er wird sich schon beruhigen, das tut er doch immer."
Wenn das mal so einfach wäre. Hiroto hatte aber auch nicht mitbekommen, wie dick die Luft während der Arbeit gewesen war. Wie Soichi Tetsuhiro meist nicht beachtet hatte und wenn doch, dann nur wütend gewesen war, weil Tetsuhiro etwas falsch gemacht hatte. Der reinste Spießrutenlauf.
Sogar die beiden neuen Assistenten, die zurzeit bei ihnen im Labor Probe arbeiteten, hatten Soichis schlechte Laune abbekommen und er hatte sie den ganzen Tag durch die Gegend gescheucht. Ein bisschen tat es Tetsuhiro Leid, sie bekamen all die Wut ab, die eigentlich gegen ihn gerichtet war. Und die Gerüchte über Soichis Übellaunigkeit und Tyrannei wurden nur bestätigt. Das war alles seine Schuld, dabei war Soichi im Grunde der gutherzigste Mensch, den es gab. Wenn man einmal hinter die Fassade geschaut hatte.
Schließlich brachte er es ja anscheinend auch nicht übers Herz Tetsuhiro fortzuschicken.
"Es ist wohl an der Zeit für dich nach Hause zu gehen, Engelchen."
"Ich will nicht", meinte er und wusste, dass er versuchte Soichi aus dem Weg zu gehen. Er sah auf die Uhr, Soichi würde schon im Bett sein, oder?
Hiroto seufzte. "Ich bring dich besser nach Hause."
"Das ist nicht nötig." Tetsuhiro stand auf und einen Augenblick wurde ihm schwindelig. Aber er hatte das vollkommen im Griff.
"Ich hab ein Auto geliehen, ich bringe dich, dann weiß ich, dass du sicher zu Hause bist. Das ist mir lieber“, meinte Hiroto. "Was Soichi dann mit dir macht ist nicht mehr meine Sache", fügte er mit einem Grinsen hinzu, was Tetsuhiro mit Absicht übersah.
Einen Moment später verließen sie das Adamsite und Tetsuhiro war doch ganz froh, dass Hiroto darauf bestanden hatte ihn Heim zu bringen. Der Boden schwankte aus ihm unbekannten Gründen auf und nieder und Tetsuhiro hielt sich an Hiroto fest, der einen Arm um ihn legte.
"Das nächste Mal vielleicht ein bisschen weniger, nicht wahr Engelchen?"
Tetsuhiro nickte und war froh, als ihn Hiroto kurze Zeit später ins Auto verfrachtete und er ausnahmsweise nicht mit der Bahn fahren musste.

Der Rückweg ging viel zu schnell vorüber. Tetsuhiro war gerade dabei einzudösen, als der Wagen hielt.
"Wir sind da, Engelchen", sagte Hiroto und Tetsuhiro sah aus dem Fenster. Ihre Wohnung war hell beleuchtet.
"Das ist falsch, Hiroto, hier wohne ich nicht."
"Mmh?" Hiroto sah ebenfalls aus dem Fenster. "Klar wohnst du hier, was soll das?"
Tetsuhiro drehte sich von ihm weg. "Das Licht brennt, er schläft noch nicht."
Hiroto seufzte. "Morgen siehst du ihn doch sowieso auf der Arbeit, bringt also nichts ihm jetzt aus dem Weg zu gehen."
"Du weißt aber nicht, wie das heute war, ich brauche eine Pause", jammerte er, aber Hiroto beugte sich zu ihm herüber, fasste Tetsuhiro am Kinn und drehte seinen Kopf zu sich.
"Du gehst jetzt da hoch, Engelchen und sagst ihm, dass er aufhören soll rumzuzicken und dann gehst du ins Bett und schläfst deinen Rausch aus, okay?"
Tetsuhiro nickte. Hiroto hatte Recht, das würde er jetzt tun. Er stieg aus dem Auto, schwankte, ging die Treppe hoch und schloss die Wohnungstür auf. Voller Überzeugung.
Und dort saß er, im Sessel, noch eine brennende Zigarette im Mundwinkel, ein ganzer Aschenbecher mit Stummeln stand auf dem Tisch und dumpfe Wut, die von ihm ausging. Und das war es mit Tetsuhiros Überzeugung.
"Dass du dich hier noch blicken lässt. Wo bist du so lang gewesen?"
Er hatte doch gewusst, dass Tetsuhiro noch mit Hiroto unterwegs gewesen war, oder nicht? Das machte er doch öfter mal.
"Ich war etwas trinken", sagte er verständnislos.
"So lange? Weißt du, wie spät das ist? Und wem gehörte überhaupt das Auto eben?"
Tetsuhiro wusste immer weniger, was das Problem hier war.
"Einem Kumpel von Hiroto, was...?"
Aber weiter kam er nicht, Soichi stand von seinem Sessel auf. "Mach doch, was du willst."
Er rauschte an Tetsuhiro vorbei.
"Darf ich heute Nacht wenigstens in meinem eigenen Bett schlafen?"
"Nein!"
Und damit knallte die Tür zu Soichis Zimmer und Tetsuhiro stand dort wie der berühmte begossene Pudel. Was war das schon wieder gewesen? Wer sollte daraus schlau werden? Es wirkte beinahe ein wenig, als hätte Soichi auf ihn gewartet. Hatte er das? Hatte er sich vielleicht sogar gesorgt? Aber Tetsuhiro sollte sich keine unbegründeten Hoffnungen machen, er sollte sich lieber für einen anstrengenden Arbeitstag wappnen.

~~~
Anstrengend war eine Untertreibung. Tetsuhiro schwor sich, dass er nie wieder vor einem Arbeitstag so viel trinken würde, erst recht nicht, wenn er mit Soichi Streit hatte. Der schien nämlich, wenn möglich, noch schlechter drauf, als einen Tag davor. Er scheuchte Tetsuhiro hin und her durchs Labor. Proben untersuchen, Ergebnisse aufzeichnen, Experimente neu ansetzen, weil er sie vermasselt hatte. Er hatte bisher keinen Moment Ruhe gehabt und sein Schädel brummte wie ein ganzer Bienenstock. Dafür hatten die Assistenten heute umso mehr Ruhe. Ihnen trug Soichi nur Kleinigkeiten auf, wollten sie sich mehr einbringen hieß es gleich "Morinaga macht das schon."
Wofür hatten sie denn die neuen Assistenten?
"Morinaga, hol mir einen Kaffee!", unterbrach Soichi Tetsuhiros Gedanken.
"Mach ich."
Vielleicht brachte ihm das die wohlverdiente Pause. Er ging zum Automaten und füllte zwei Becher mit Kaffee. Er hätte sich krank melden sollen, aber dann wäre Soichi ja erst recht sauer gewesen. Es war aber auch egal, was er heute machte, Soichi schien immer sauer zu sein.
Er ging zurück und lehnte sich neben dem Labor an die Wand. So würde er mitbekommen, wenn Soichi wirklich seine Hilfe brauchte. Auch wenn er Gefahr lief entdeckt zu werden, aber dann würde ihn Soichi halt zusammenstauchen, weil er sich nen Lauen machte. Das würde seine Situation auch nicht mehr verschlechtern.
Er sollte sich heute Abend bei Soichi entschuldigen. Er wusste zwar nicht genau, warum. Aber vielleicht würde es Soichi milde stimmen, wenn er sich entschuldigte. Alles war ihm lieber, als das, wie es jetzt war.
"Was ist denn heute wieder los?", hörte er die Stimme von einem der Assistenten.
"Wenn die Luft noch dicker wäre, dann müsste man sie mit einem Messer zerschneiden."
"Ob etwas vorgefallen ist?"
Anscheinend hatten sich die beiden Assistenten direkt in der Nähe der Tür postiert, um ein Schwätzchen zu halten, was sie heute definitiv auch tun konnten, so wie Soichi sie bisher ignoriert hatte und nur Tetsuhiro Aufträge erteilte.
"Ich hab Morinaga gestern zufällig in der Stadt gesehen."
"Wirklich? Hast du mit ihm gesprochen?"
Tetsuhiro versteifte sich, besonders leise redeten sie nicht gerade. Vor allem, wenn man bedachte, dass sie über ihn redeten. Er konnte sich nicht erinnern jemand Bekanntes getroffen zu haben. Er war doch sowieso direkt in die Bar zu Hiroto gegangen.
"Nein, er kam aus einem dieser Schwulenclubs. Arm in Arm mit einem anderen Kerl."
Wann hatte er denn bitte Arm in Arm mit einem anderen gelegen? Wenn dann würde er eh nur mit Soichi Arm in Arm liegen. Und das schien ja für immer ein Wunschtraum zu bleiben.
Aber dann fiel ihm ein, wie er sich an Hiroto hatte klammern müssen, um den Weg zum Auto überbrücken zu können. Im ersten Moment wollte er zu den Assistenten gehen und es klarstellen, dass Hiroto nur ein Freund war, nichts weiter. Schließlich gehörte sein Herz einem ganz anderen, aber sie redeten bereits weiter.
"Er ist schwul? Dann müssen wir ja aufpassen, dass wir uns hier im Labor nicht bücken. Ist ja nicht sicher."
Tetsuhiro ließ den Kopf hängen, während er das unterdrückte Lachen der beiden Assistenten hörte.
"Vielleicht hat sich Tatsumi-Senpai auch gebückt", fügte der andere jetzt hinzu.
Tetsuhiro schluckte schwer, immer begegnetem einem die gleichen Vorurteile, aber auf gewisse Weise hatten sie nicht mal Unrecht, bei Soichi konnte er sich tatsächlich kaum zurückhalten.
"Was steht ihr so unnütz herum, geht an die Arbeit, dafür seit ihr schließlich hier, nicht zum Tratschen!" Soichis Stimme durchschnitt scharf den Raum, so dass sich selbst Tetsuhiros Körper anspannte, obwohl er gar nicht gemeint war.
"J-ja!", kam es von den Assistenten und Tetsuhiro konnte hören, wie sie sich eilig von der Tür entfernten.
Ob Soichi gehört hatte, was die beiden gesagt hatten? Dass sie über ihn geredet hatten? Vielleicht hatte es ihm nicht gefallen, dass sie sich über ihn lustig gemacht hatten.
Aber wem versuchte Tetsuhiro etwas vorzumachen? Es war Soichi wahrscheinlich vollkommen egal, wie sie über ihn redeten, er dachte ja wahrscheinlich genau dasselbe.
Tetsuhiro nahm sich noch einige Momente Zeit, bevor er die beiden Becher mit Kaffee nahm und das Labor betrat.
Schien ja, als würde Soichi jetzt zur Abwechslung mal die Assistenten in der Gegend rumscheuchen, die eilig am werkeln waren, bevor sie wieder Anpfiff bekamen. Wenigstens etwas. Tetsuhiro brachte Soichi den Kaffee.
"Danke", sagte er, ohne Tetsuhiro auch nur anzusehen. Nein, ihm war es vollkommen egal, dass die Assistenten über ihn gelästert hatten.
"Ich kümmere mich dann um die Proben vom Experiment D?"
Soichi schüttelte den Kopf. "Machen die anderen schon, hast ja ewig gebraucht. Schreib lieber das Protokoll."
Tetsuhiro nickte und wünschte sich, dass nicht erst Nachmittag wäre.

Tetsuhiro war froh, als sie Feierabend hatten. Sie gingen gemeinsam nach Haus, sprachen aber kaum ein Wort miteinander. Noch immer herrschte eine furchtbare Stimmung.
"Möchtest du noch etwas essen?"
Aber Soichi schüttelte den Kopf.
"Vielleicht etwas trinken?" Auch wenn er den Brummschädel, den er bis Nachmittags gehabt hatte, noch nicht vergessen hatte, aber Alkohol schien ihm gerade doch beinahe wieder verlockend.
"Das kannst du doch eh viel besser alleine."
Irgendwie betonte er das Wort 'alleine' seltsam.
"Wie meinst du das? Wir können auch zusammen gehen oder in der Wohnung trinken."
Soichi schnaubte. "Ich hab eh noch zu tun."
Sie erreichten die Wohnung und Tetsuhiro konnte die Situation kaum mehr ertragen. Die Tür fiel ins Schloss und er fasste Soichi am Handgelenk, drehte ihn zu sich.
"Es tut mir Leid, Senpai!"
Soichi versuchte seine Hand aus Tetsuhiros Griff zu befreien. "Entschuldige dich nicht, das ist quasi ein Eingeständnis." Seine Stimme war dabei schneidend. Es schien beinahe, als wäre er noch wütender, als noch einen Moment davor.
Und was meinte er denn? Ein Eingeständnis? Wofür?
"Aber ich hab dich verärgert, du bist doch sauer auf mich. Egal was es war, es tut mir Leid. Sei nicht mehr wütend auf mich."
"Ich bin nicht wütend", sagte Soichi in einem Ton, der definitiv sagte, dass er wütend war.
"Warum bist du wütend? Was hab ich getan?"
"Ich sagte doch, dass ich nicht wütend bin!"
Soichi versuchte sich wegzudrehen, aber Tetsuhiro ließ ihn nicht. Er wollte wenigstens wissen, was er gemacht hatte.
"War es zu viel vorgestern? Hab ich dir wehgetan?"
"Nein." Soichi drehte den Kopf weg, aber auf seinem Gesicht hatte sich der verräterische Rotschimmer gelegt.
Es wäre viel einfacher, wenn er ihm einfach sagen würde, was los war. So grübelte Tetsuhiro nur weiter darüber nach, was er gemacht hatte. Dennoch schienen sie so nicht weiter zu kommen, also änderte er seine Taktik.
"Ich freue mich aber, dass du mich heute beschützt hast, Senpai."
"Wann hab ich dich denn beschützt? Was redest du dir schon wieder ein?"
Tetsuhiro musste lächeln, ja, das hatte den Tag wirklich ein bisschen erträglicher gemacht, auch wenn er sich vielleicht tatsächlich etwas einbildete.
"Die Assistenten, als sie über mich geredet haben."
"Die sollen nicht lästern, die sind zum Arbeiten da, das war alles. Sowas kann ich nicht leiden. Wenn die mit jemanden nen Problem haben, dann sollen sie das direkt klären."
Also hatte er gehört, was sie gesagt hatten. Und irgendwie kam es Tetsuhiro vor, als hätte er ihn eben doch schützen wollen. Es machte ihn glücklicher, als es ihn machen sollte. Solche Kleinigkeiten, wenn er sah, dass Soichi doch etwas an ihm lag oder er sich eben einbilden konnte, dass es so war. Und genau solche Situationen führten dazu, dass er sich nicht mehr zurückhalten konnte. Er fasste Soichi am Kinn und küsste ihn. Er drängte ihn gegen die Wand. Soichi war widerwillig, im ersten Moment, aber dann gab er seinen Widerstand auf, viel zu schnell, als dass er es tatsächlich nicht wollte. Er ließ sich von Tetsuhiro jetzt beinahe bereitwillig küssen.
Als Tetsuhiro sich löste, ging Soichis Atem schwer.
"Du drehst dir alles, wie es dir gerade passt, wie immer."
Tetsuhiro küsste ihn am Hals.
"Warum erklärst du es mir dann nicht?"
Soichi war einen Moment still. Er drehte den Kopf weg, als Tetsuhiro versuchte ihn anzublicken. Es war ein Zeichen dafür, dass er sich schämte.
"Ich konnte ihr Getratsche nicht ertragen. Als sie gesagt haben, dass du gestern mit jemandem unterwegs warst."
Tetsuhiro stutzte. "Dass ich mit jemandem unterwegs war?"
Er starrte seinen Senpai an, der aber seinem Blick auswich. Es konnte nicht das bedeuten, was er glaubte.
"Du bist eifersüchtig?"
"Nein! Es ist nur dreist, was du mit mir machst und schon am nächsten Tag triffst du dich mit einem anderen."
Er war eifersüchtig. Tetsuhiro konnte sein Glück gar nicht glauben.
"Es tut mir Leid. Aber der Typ, den die anderen gesehen haben, das war nur Hiroto. Ich war so betrunken, dass er mich zum Auto bringen musste. Es scheint als hätten sie es missverstanden."
Soichi schnaubte ungläubig. "Du hast selbst gesagt, dass es das Auto eines Freundes war. Wenn man in einer solchen Bar arbeitet ist ja klar, was für Art Freunde man hat. Und ich habe gesehen, wie ihr euch geküsst habt."
"Geküsst...?", wiederholte Tetsuhiro unverständlich. "Hiroto hat mich nach Hause gebracht, er hatte sich das Auto nur geliehen. Niemand hat mich geküsst. Ich würde niemals jemand anderen küssen als dich, Senpai."
Tetsuhiro würde nicht müden werden es ihm zu sagen. Immer wieder. Soichi war der einzige für ihn.
Noch immer brandeten glückliche Schauer durch seinen Körper. Soichi war eifersüchtig gewesen. Es musste ihm mehr an Tetsuhiro liegen, als er zugab. Ansonsten war man doch nicht eifersüchtig, oder?
Er beugte sich vor küsste Soichi erneut. "Niemand könnte dich ersetzen, Senpai."
Soichi versuchte ihn fortzuschieben, aber es war ein kraftloser Versuch. Wollte er wirklich, dass Tetsuhiro aufhörte? Es wirkte nicht so.
"Morinaga… es ist vollkommen egal, was ich sage. Du drehst es doch, wie es dir passt.“
Tetsuhiro schob zwei seiner Finger zwischen die Knöpfe von Soichis Hemd. Konnte warme Haut unter seinen Fingerspitzen fühlen. Haut von der er wusste, wie empfindlich sie war.
"Es tut mir Leid, Senpai. Es macht mich nur so glücklich, dass du eifersüchtig bist. Das heißt, dass dir etwas an mir liegt.“
Es war zu spät. Längst zu spät, Soichi wand sich unter seinen Berührungen. Mal wirkte es so, als würde er sich entziehen wollen, dann wieder als würde er sich Tetsuhiros Händen entgegenstrecken.
"Ich habe gesagt, ich bin nicht…ah!“
Tetsuhiro hatte die obersten Knöpfe seines Hemdes geöffnet, hatte einen von Soichis Nippel zwischen die Finger genommen und massierte ihn mit leichtem Druck. Es zeigte sofortige Wirkung, Soichi konnte ein Stöhnen nicht unterdrücken. Er war so empfindlich. Tetsuhiro liebte es.
"Wo möchtest du es tun? Bei dir, bei mir oder hier direkt auf der Couch?“
Wenn Tetsuhiro die Wahl hatte, würde er die Couch wählen, ohne umschweife.
"Bei dir…“, keuchte Soichi hervor. Es war Tetsuhiro mehr als genug Einwilligung, mehr brauchte er nicht.
"Das letzte Mal hast du mich aus meinem eigenen Zimmer geworfen.“
Er küsste Soichis Hals, sein Adamsapfel hüpfte auf und ab, als er schluckte. Tetsuhiro konnte nicht anders, als darüber zu lecken.
"Ich wollte nicht ohne Kleidung vor deinen Augen herumlaufen.“
Testuhiro konnte ein kleines Lachen nicht unterdrücken.
„Du hast dich geschämt, Senpai?“
Er begann ihn zu seinem Zimmer zu dirigieren, schob ihn vor sich her. Langsam, während er ihm dabei das restliche Hemd aufknöpfte. Seine Hand immer tiefer schob, derweil hatte er mit der anderen Soichis Handgelenk umfasst.
"Ich weiß doch wie du bist, du nutzt doch jede Gelegenheit aus.“
Sein Protest war längst nicht mehr so scharf, wie er beabsichtigt war. Sie erreichten die Tür und Tetsuhiro schob ihn hindurch, gnadenlos Richtung Bett.
"Du hast Recht Senpai, wenn es um dich geht, dann kann ich mich kaum zurückhalten. Aber du bist der einzige bei dem das so ist, das versichere ich dir. Da ist niemand anderes.“
Er drehte Soichi zu sich, streifte ihm das Hemd über die Schultern, sein Haarband hatte sich längst gelöst. Tetsuhiro fasste Soichis Brille, nahm sie ihm vorsichtig ab, bevor er ihn musterte. Er mochte das alles an Soichi, wenn er im Labor stand, wenn er in ein Experiment vertieft war, den weißen Kittel anhatte, nachdachte, gedankenverloren durch die Brille ein Reagenzglas anblickte. Aber dieser Anblick jetzt, der gehörte nur ihm allein. Soichi, wie sein Gesicht von seinen Haaren umrahmt wurde, wie er seine Verlegenheit nicht mehr hinter den Brillengläsern verbergen konnte. Gerötete Lippen und Wangen. Wie sein Blick dem von Tetsuhiro auswich. Wenn er wüsste, wie schön er war, wie unwiderstehlich er auf Tetsuhiro wirkte, dann würde er verstehen.
"Sag solche Dinge nicht einfach so.“
Aber Tetsuhiro würde sie so oft sagen, wie es sein musste, so oft bis Soichi ihm glauben würde.
Er küsste Soichi und drückte ihn auf das Bett, eine Hand bahnte sich ihren Weg, während sich seine andere mit den empfindlichen Nippeln beschäftigte. Soichi stöhnte. Als Tetsuhiro den Hosenknopf öffnete und seine Hand in Soichis Hose gleiten ließ, fand er seinen Schwanz vor, der bereits hart war. Warum sollte er hart sein, wenn er das alles hier nicht wollte? Tetsuhiro stöhnte selbst, als er Soichis Erektion in die Hand nahm, sie anfing zu massieren, während Soichi sich jetzt gegen ihn presste.
Tetsuhiro wollte ihn so sehr, er wollte Soichi am liebsten markieren, damit jeder wusste, dass er ihm gehörte. Er ließ sich all diese Sachen nur von ihm gefallen, von niemandem sonst. Und trotz alledem blieb er bei Tetsuhiro, auch wenn er noch so oft betonte, dass er all das nicht wollte.
Er zog Soichi die Hose aus. Er konnte nicht länger warten. Entledigte sich selbst seiner Kleidung und griff nach dem Gleitgel, das neben dem Bett bereit lag. Er verteilte etwas davon auf seine Finger und nahm Soichi von hinten in die Arme. Er führte seine Finger zum Eingang, berührte Soichi dort und spürte, wie sich dessen Muskeln anspannten.
"Nicht …nicht dort…“
Aber Tetsuhiro ignorierte Soichis Einwand. Er wusste, wie empfindlich Soichis Körper an dieser Stelle war. Auch, wenn Soichi es niemals zugeben würde. Aber Tetsuhiro wusste, dass Soichi allein davon kommen konnte, dass er ihn dort berührte.
Tetsuhiro führte einen Finger ein, massierte Soichi, der sich stöhnend in seinen Armen wand. Die Muskeln um seinen Finger entspannten sich erstaunlich schnell. So schnell, dass es Soichis Proteste, die noch immer über seine Lippen kamen, Lügen strafte. Tetsuhiro führte einen zweiten Finger ein. Zog die Finger aus Soichis engen, heißen Körper heraus, nur um sie wieder hineinzustoßen.
Immer wieder stieß er so in Soichis Inneres vor. Würde er ihm jemals sagen, dass es ihm gefiel? Wahrscheinlich nicht, egal wie sehr Tetsuhiro es sich wünschte. Aber er wusste es, in diesen Momenten wusste er, dass Soichi es mochte. Dass er sich selbst nur im Weg stand. Aber sein Körper, der forderte es geradezu. Tetsuhiros Finger glitten mit Leichtigkeit in Soichi, brauchten kaum noch einen Widerstand zu überwinden.
Tetsuhiro zog sie heraus. Er legte seinen Arm um Soichi.
"Ich werde ihn jetzt reinstecken. Ist doch in Ordnung, oder?"
Er spürte, wie Soichi sich etwas widerwillig aufbäumte.
"Frag doch nicht extra", zischte er und Tetsuhiro wusste, dass es ihn noch mehr in Verlegenheit brachte und noch empfindlicher werden ließ, als er ohnehin schon war. Er fasste unter Soichis Knie, winkelte es an, so dass er besseren Zugang haben würde.
Er küsste Soichi den Hals, und drang in ihn ein. Soichi keuchte, sein Körper spannte sich an. Er war so wunderbar. Heiße Enge umfing Tetsuhiro. Heiße Enge, die einzig und allein ihm vorbehalten war, weil Soichi nicht zulassen würde, dass jemand anderes so etwas mit ihm machte. Und es ließ sich Tetsuhiro als etwas Besonderes fühlen. Er wollte Soichi erobern, ihn in kleine Stücke zerschellen lassen, um sie einzelnd wieder einzusammeln und zusammenzusetzen.
Er zog sich ein Stück aus Soichi heraus, nur um erneut in ihn einzudringen.
Es fühlte sich so gut an, so gut, wie Soichi sich jetzt fallen ließ, wie er Tetsuhiro alle Kontrolle überließ. Wie er es nicht mehr zurückhalten konnte, das Stöhnen, das immer wieder über seine Lippen fiel. Beinahe jedes Mal, wenn Tetsuhiro erneut in ihn stieß, seinen Körper erneut für sich beanspruchte.
Er liebkoste mit seinen Lippen die empfindliche Haut unterhalb des Ohres, dort wo er fühlen konnte, dass Soichis Blut in rasender Geschwindigkeit durch seinen Körper gejagt wurde.
Seine Hand, die bisher Soichis Bein gehalten hatte, wanderte nun hinab, fasste Soichis Schwanz, um ihn auch dort zu reizen, während sein Knie jetzt angewinkelt über Tetsuhiros Arm lag.
Er spürte, wie Soichis Körper vibrierte, wusste, dass er der Auslöser für all das war. Er hörte all die Geräusche, die Soichi irgendwie versuchte zurückzuhalten und es doch nicht konnte. Die verrieten, wie nahe er war zu kommen.
Tetsuhiro steigerte die Geschwindigkeit mit der er in Soichi stieß, mit der er seine Erektion pumpte.
Er spürte, wie auch bei ihm der Orgasmus näher kam, ihn früher oder später unter sich begraben würde. Aber Soichi war derjenige, der in diesem Moment wichtig war.
Und dessen Körper spannte sich an, heißes Sperma floss auf Tetsuhiros Hände und Soichis Orgasmus ließ auch Tetsuhiros Körper erschüttern. Tetsuhiro kam in ihm, befleckte ihn an einer Stelle, die einzig er allein erreichen konnte. Er versuchte ihrer beider Orgasmus so lange auszukosten, wie es ging, bearbeitete Soichi so lange bis sein Körper sich wieder vollkommen entspannte.
Keuchend lagen sie einen Moment später nebeneinander. Vielleicht sollte Tetsuhiro Abstand nehmen. Er wusste schließlich, was das letzte Mal passiert war. Stattdessen presste er sich an Soichi. Er konnte nicht anders, er wollte versuchen ihn festzuhalten.
"Bitte schick mich diesmal nicht weg.“
Er flüsterte es nur, beinahe ein Flehen. Er wusste nicht mal, ob Soichi es gehört hatte.
Ein resignierter Ton kam über dessen Lippen.
„Dann lass mir etwas Raum, ich kann das mit der Nähe nicht.“
Tetsuhiro nickte, das war okay. Er konnte das verstehen, irgendwie. Auch wenn er Nähe wollte, Soichi war da anders. Er rückte ein bisschen ab, nur um Soichi etwas Raum zu geben, aber nicht soviel, dass er ihn nicht mehr berührte. Es schien in Ordnung zu sein. Soichi blieb liegen. Er ging nicht Rauchen, er schickte Tetsuhiro nicht fort, er rückte nicht mal weiter von ihm ab. Und vielleicht war es nur ein kleiner Schritt, aber es machte Tetsuhiro glücklich hier mit Soichi liegen zu können. Ihn ansehen zu können, wenn er wollte. Und vielleicht wäre dies hier sogar irgendwann ihr Alltag, nebeneinander einzuschlafen. Nebeneinander aufzuwachen. Den Tag gemeinsam beenden und gemeinsam beginnen.
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