Holding my thoughts in my heart (GLPaddl) - für Badewanne13

Holding my thoughts in my heart (GLPaddl) - für Badewanne13

Beitragvon Nebelkatze » 26. Sep 2015, 18:18

Titel: Holding my thoughts in my heart
Fandom: YouTube
Pairing: GLPaddl
Rating: P16 Slash
Genre: Freundschaft, Trost, Romanze
Wunsch: Kennenlernen! Taddl hat Probleme mit Ardy, ein Streit droht die zwei Brudis zu entzweien und er sucht sich nach einem langen Teamspeak-Telefonat Schutz bei Manu, welcher zwar nicht sonderlich begeistert von der Idee ist sich zu offenbaren, sie aber dennoch durchzieht. Kurz darauf steht Taddl vor ihm auf der Matte.
Wörter: 3.274

Hey Badewanne!
Ich habe lange überlegt welcher deiner Wünsche ich umsetzen soll... dann hab ich mich für diesen hier entschieden :) Ich hoffe es gefällt dir und der Titel ist einfach noch 'ne kleine Anspielung an deine anderen Wünsche :P
Ganz liebe Grüße und viel Spaß beim Lesen <3 :knuff:



Wütend und etwas frustriert saß er vor seinem Computer. Er hatte sich mit Ardy gestritten – schon wieder. In letzter Zeit passierte das ständig, sodass ihm die Energie dort fehlte, wo er sie eigentlich am meisten hätte brauchen können. Bei seiner Leidenschaft, der Band.

Aus Ardys Zimmer vernahm er laute Musik, was ihn genervt aufseufzen ließ. Er wusste nicht wie es jemals so weit kommen konnte, aber es war so weit: Taddl nervte alles an Ardy. Auch jetzt war er allein durch die Tatsache genervt, dass er ihn in seinem Zimmer Musik hören hörte.

Bevor er sich zu sehr hineinsteigern und aufregen konnte, beschloss er sich ebenfalls abzulenken. Aber mit was?
Serien gab es keine, die er sehen wollte und wenn, würden sie ihn ohnehin an Ardy erinnern. Musik hören würde ihm nicht ausreichen und beim Lesen würden seine Gedanken ständig abschweifen. Also öffnete er eine Website, die er in letzter Zeit immer zu Vermeiden versucht hatte. Youtube.
Und dann tat er etwas, was er ebenso lang nicht mehr getan hatte, er klickte auf seine Abobox. Sofort huschte ihm ein Grinsen über's Gesicht als das erste Video von niemand Geringerem als Manu, Germanletsplay, war.

Er klickte es an, nicht weil er große Lust auf ein Minecraft Lets Play hatte, er wusste selbst nicht genau warum. Irgendwie achtete er auch gar nicht auf das Gameplay sondern lauschte einfach nur Manus Stimme und dann fiel ihm auf... wie sehr er seine Stimme und wie sehr er Manu vermisste.

~etwas später~

Sein Herz schlug etwas höher als er das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit Manu auf dem Teamspeak anklickte, um mit ihm verbunden zu werden. Er wurde mit einem „Taddl?“ begrüßt. Etwas verlegen antwortete er mit einem Ja und obwohl sein Herz vor Aufregung stolperte und er irgendwie Angst davor hatte, dass er sauer auf ihn sein würde, konnte er nicht anders als wie dumm vor sich hinzugrinsen. Alles an seiner Stimme erinnerte ihn einfach zu sehr an alte Zeiten. An bessere Zeit.

„Ähm..“, man hörte deutlich, dass Manu mehr als verwirrt zu sein schien. „Warum rufst du an, wenn ich fragen darf?“

Taddl kratzte sich verlegen am Kopf. Jetzt, wo Manu ihn das so direkt fragte, war es ihm tatsächlich etwas peinlich. Aber er wollte ehrlich sein. „Ich.. ich hab an alte Zeiten gedacht.“

„Wieso?“

„Weil ich dein neustes Video gesehen habe. Und sofort hat mich,... naja wie soll ich das sagen ohne das es mega seltsam rüber kommt? Mir ist eben aufgefallen wie sehr ich dich vermisst hab'.“

Manus Stimme klang nach wie vor skeptisch als er antwortete, Taddl konnte sich denken warum. Er war sicher angepisst von ihm und seinem Verhalten in letzter Zeit und Taddl konnte es ihm nicht einmal verübeln. „Aha. Woher jetzt der Sinneswandel? Ist was passiert? Hast du Streit mit Ardy?“

Diese Worte waren wie ein kleiner Stich in Taddls Herz, vor allem wie Manu sie ausgesprochen hatte. Vor allem wie Recht hatte. Er wusste nicht, was er darauf antworten sollte also schwieg er. Seine Gedanken rasten, er dachte an den Streit mit Ardy, daran, dass er sich selbst nicht wieder erkannte, daran wie sehr sich alles veränderte, aber in all den Gedanken überwog dieser eine: Er wollte zu Manu.

„Hör zu...“, begann er, „Ich weiß, dass klingt bescheuert und ich weiß auch, dass du vermutlich nein sagst, aber... oh Mann, kann ich bitte zu dir kommen? Mir geht’s gar nicht gut und ich brauch dringend jemand zum reden. Einen Freund. Du sagtest Mal, dass du immer für mich da sein würdest, wenn ich dich brauche und jetzt ist es so weit. Ich weiß ich bin ein Arschloch, weil ich dich total vernachlässigt habe, aber bitte Manu... bitte... Ich muss einfach...“ Seine Stimme brach ab. Er hörte Manus Atem durch sein Headset und presste die Augen zusammen, während er auf eine Antwort wartete.

Sein Freund schien eine Ewigkeit zu zögern, doch dann meinte er: „Na gut. Ich hol dich vom Bahnhof ab. Du kannst den nächsten Zug nehmen. Aber dann will ich auch die ganze Geschichte hören!“

Taddl fiel vor Erleichterung ein Stein vom Herzen, doch bevor er irgendetwas sagen konnte, hatte Manu ihre Verbindung unterbrochen.

Ohne wirklich zu realisieren was gerade passiert war, packte er schnell das nötigste zusammen, er wusste schließlich nicht wie lang er bleiben durfte, aber er war so froh endlich hier rauszukommen. Aber was ihn noch mehr aufwühlte war, dass er endlich Manu sehen würde. Es war komisch wenn man darüber nachdachte, als sie noch beste Freunde gewesen waren hatten sie sich nie gesehen, Taddl hatte es auch immer akzeptiert, dass Manu sich einfach nicht zeigen wollte, aber er hätte nicht gedacht, dass Manu ihn ausgerechnet JETZT zu ihm einladen würde. Nach all der Zeit in der sie nicht mehr miteinander gesprochen hatten. Er war mehr als aufgeregt ihn zu sehen und freute sich schon wie verrückt darauf mit ihm herumzualbern.

Kurz überlegte er noch, ob er Ardy Bescheid sagen sollte, aber dafür hatte er jetzt keinen Nerv. Deshalb schrieb er ihm nur einen Zettel mit der Information, dass er für ein paar Tage wegfahren würde und hing ihn an die Küchentür. Dann machte er sich auf zum Kölner Hauptbahnhof.

Mittlerweile war es 23 Uhr und er hoffte inständig, dass es überhaupt noch ein Zug nach Essen fahren würde, doch er hatte Glück und musste nur 20 Minuten warten. Als er im Zug saß zückte er sein Handy und schrieb Manu eine kurze Nachricht, dass er jetzt im Zug saß und wohl eine Stunde brauchen würde um am Essener Bahnhof zu sein.

Er war froh, dass es schon so spät war, er hatte keine Lust auf minderjährige Fangirls, die ihn fragen würden wohin er gehen würde, und fragen würden wo Ardy war. Aber anstatt sich mit solchen Gedanken zu beschäftigen sah er aus dem Fenster und dachte daran, was ihn erwarten würde, wenn er ankäme. Wie es wäre, Manu zu sehen.

Die Stunde Fahrt zog sich wie Kaugummi und Taddl schaute ständig auf die Uhr. Und dann, endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit wurde sein Ziel als die nächste Haltestelle angezeigt. Die letzten Minuten wurde er immer hibbeliger und sofort fragte er sich, wie es Manu erging. Ob er auch aufgeregt sei. Ob er überhaupt da sein würde. So gut es ging versuchte er die dunklen Gedanken zu verdrängen und atmete noch einmal tief durch, bevor er ausstieg.


Die Luft der lauwarmen Sommernacht traf ihn ins Gesicht und erst jetzt wurde ihm bewusst, wie stickig die Luft im Zug gewesen war. Er lief einige Meter, sodass er in der Mitte auf dem Bahnsteig stand, um ihn besser überblicken zu können. Suchend sah er sich um.... bis ihm auffiel, dass er ja gar nicht wusste nach wem er suchen sollte. Sofort kroch das Gefühl in ihm hoch, dass das eine bescheuerte Idee gewesen war. Manu hätte einfach nicht auftauchen können, und selbst wenn er da war, könnte er es sich im selben Moment, in dem er Taddl sehen würde, anders überlegen. Schließlich würde Taddl ihn ohnehin nicht erkennen und dann würde er ganz alleine in Essen sein, in einer Stadt in der er sich nicht auskannte und...

„Taddl!“, hörte er eine vertraute Stimme hinter sich sagen und drehte sich sofort um, um im selben Moment in ein komplett fremdes Gesicht zu schauen. Er öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch wusste nicht was und stattdessen betrachtete er sein Gegenüber. Er war etwas kleiner als er und seine Haare waren etwas länger als man sie von seinem Zweitkanal kannte, fast schulterlang. Doch das Gesicht war das, was Taddl interessierte. Manu war blass und hatte eine etwas hakenförmige Nase, seine Lippen waren zu einem leichten Lächeln geformt und das, was ihn am meisten faszinierte, waren seine strahlend grünen Augen, die ihn neugierig anschauten. Etwas unsicher und unschlüssig standen sie sich gegenüber, betrachteten einfach nur jeweils den anderen, bis Taddl sich endlich überwinden konnte und den Kleineren in eine Umarmung zog. „Hey...“, murmelte er leise und musste etwas grinsen. Er konnte es kaum fassen. Es fühlte sich gut an, als GLP die Umarmung erwiderte doch nach Taddls Geschmack war sie viel zu schnell vorbei. Irgendwie fühlte er sich ziemlich hingezogen zu ihm und war einfach unbeschreiblich froh, ihn endlich sehen zu können.

Doch Manu schien es ähnlich zu gehen, denn auch er grinste nur etwas dümmlich in der Gegend herum, während er seine Hände in seinen Hosentaschen vergrub und meinte dann: „Wow... tut irgendwie gut dich zu sehen...“

Taddl kratzte sich am Hinterkopf und meinte dann: „Kann ich nur zurückgeben... Ich mein, bist du überhaupt Manu? Du könntest auch irgendein Fremder sein, ich würde den Unterschied ja gar nicht merken.“ Manu lachte und die Unsicherheit der beiden schien allmählich abzuflauen. „Okay, dieses Lachen würde ich unter Tausenden erkennen. Du bist's!“ Ihm fiel auf, dass das etwas kitschig gewesen war, doch ihm war danach und Manu schien es nicht zu stören, er lächelte nur. Die Skepsis und das Missfallen vom Teamspeakgespräch schien wie weggeblasen zu sein, vorerst.

Sie fuhren mit dem Bus zu Manu nachhause und verbrachten die Fahrt mit belanglosen Gesprächen, über Animes und über das aktuelle Geschehen in der Welt. Taddl fand es so komisch mit ihm zu reden, während er tatsächlich neben ihm saß. Seine Stimme zu hören, so dicht an seinem Ohr und seine Mimik zu sehen, wenn Taddl etwas extrem lustiges oder etwas extrem bescheuertes sagte. Es war vertraut doch gleichzeitig war es so fremd. Und Taddl faszinierte alles an der momentanen Situation.

Daheim angekommen konnten sie es dann nicht mehr aufschieben – Manu wollte wissen, was passiert war. Warum Taddl hergekommen war, worüber er und Ardy sich gestritten hatten. Sie setzten sich auf sein Bett und Taddl erzählte. Davon, dass Ardy sich verändert hatte, dass Taddl sich verändert hatte, dass sie viel zu viele Drogen nahmen und viel zu sehr in ihrer eigenen Welt lebten. Davon, dass ihm ihr Lifestyle nicht mehr gefiel, davon, dass Ardy ihn umso mehr mochte und davon, dass sie sich eben deshalb ständig stritten. Er erzählte ihm, wie unwohl er sich in seiner eigenen Wohnung fühlte, wie fremd ihm alles geworden war und wie froh er war, endlich ein bisschen frische Luft schnappen zu können, weit weg von Ardy.

„Und wenn ich ehrlich bin... Ich bin mir nicht einmal mehr sicher, ob er noch überhaupt mein bester Freund ist, verstehst du? Er ist einfach nicht mehr Ardy. Nicht mehr MEIN Ardy. Ich bin mir nicht sicher, ob ich noch so weiter machen kann... Vielleicht zieh ich aus und wir lösen DAT ADAM auf... ich weiß es nicht.“

Manu sah ihn nachdenklich an, man sah wie es in seinem Kopf ratterte um alle Informationen aufzunehmen und eine hilfreiche Antwort zu finden. Doch ihm schien keine einzufallen und deshalb...

„Wie wär's wenn wir das Thema wechseln? Ich bin wirklich gut im Ablenken und ich bin wirklich gut darin, Leute zum Lachen zu bringen!“, meinte er und verstellte am Ende seine Stimme und brachte Taddl damit wirklich zum Lachen. Es hatte gut getan Manu von seinen Streitereien mit Ardy zu berichten, doch ihm war es jetzt auch mehr als Recht, wenn sie das Thema beiseite schieben würden.

Manu holte seinen Laptop und sie sahen sich alte Videos der beiden an. Viele von ihnen hatte Taddl seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen und teilweise wieder vergessen, doch als er ihre Gespräche hörte konnte er sich noch ganz genau daran erinnern, wie sie diese zusammen aufgenommen hatten. Es tat so gut einfach ein bisschen in Erinnerungen zu schwelgen und sie lachten viel, erinnerten sich die ganze Zeit daran, was sich nach Aufnahmen Off-Camera besprochen hatten, wie viele Insider sie gehabt hatten, wie schön doch alles gewesen war...

Dann kamen sie zu einem Minecraft Hero Video, an das sich Taddl nur zu gut erinnerte. Generell, die Minecraft Hero Folgen waren ihm am meisten im Gedächtnis geblieben, vermutlich deshalb, weil Manu und er sich erst richtig kennengelernt haben während dieser und so gut harmonisiert hatten, dass sie geshippt wurden...

„Oh und das war das erste Mal als wir uns GLPaddl nannten!“, lachte er und Manu stimmte ein. „Das waren schon Zeiten...“, meinte er und wischte sich eine kleine Träne aus dem Augenwinkel. Er hatte den Laptop zugeklappt und Taddl rutschte instinktiv ein bisschen näher zu ihm. Seine blauen Augen unablässig Manus grüne betrachtend. „Irgendwie hat mich GLPaddl nie so sehr gestört wie Tardy... ich weiß nicht, es hat sich irgendwie besser, irgendwie...“ „Richtig angefühlt?“, vollendete Manu den Satz fragend und schaute weg. Seine Augen schienen einen Punkt in seinem Zimmer zu fixieren, aber Taddl war sich nicht sicher, ob er einfach nur den Blick hatte abwenden wollen.

Taddl fügte ein kratziges: „Genau“ hinzu und dann war es still. Jeder hing seinen eigenen Gedanken nach.

„Das hört sich jetzt vielleicht bescheuert an“, unterbrach Manu die Stille, schaute aber immernoch auf den selben Punkt, „Aber ich glaub ich war sogar wirklich ein bisschen in dich verknallt.“

„Psst“, murmelte Taddl peinlich berührt, „Sei still...“ Etwas an diesen Worten hatte ihn unangenehm getroffen. Das Gefühl etwas viel zu spät gemerkt zu haben machte sich in ihm breit und er wünschte sich, sie hätten ein solches Gespräch schon viel früher geführt. Vielleicht vor 1-2 Jahren. Dann wäre alles anders gekommen. Augenblicklich stellte sich Taddl vor, wie es gewesen wäre wenn die beiden sich nie auseinander gelebt hätten, ganz im Gegenteil, wenn sie vielleicht sogar zusammen gekommen wären...

Er schluckte. Manus Augen trafen seine, grünes Feuer auf blauem Eis. „Nicht nur du“, flüsterte Taddl so leise, das es kaum hörbar war, „Ich auch.“ Er sprach so leise, denn es war ein Geheimnis. Ein Geheimnis, dass niemanden etwas anging außer Manu, ein Geheimnis, dass er sich selbst lange nicht eingestehen wollte, bis er ihn am Bahnhof gesehen hatte.

Irgendwie wollte er die Situation retten, wollte ihren verzweifelten Beigeschmack etwas lindern, wollte das Unbeschwerte von eben wieder aufleben lassen. „Aber es war ja nie was ernstes, ich mein...“

Doch weiter kam er nicht, denn Manu hatte seine Hand auf Taddls Knie gelegt und war seinem Gesicht ganz nahe gekommen. „Wir könnten jetzt Stunden damit verbringen zu analysieren, was zwischen uns ist und war, oder... oder wir lassen uns einfach fallen.“ Seine Stimme war immer leiser geworden und seine Lippen waren jetzt nur noch Zentimeter von Taddls entfernt.

„Die Idee gefällt mir wesentlich besser“, brummte Taddl und dann lagen ihre Lippen schon aufeinander, bevor auch nur einer der beiden realisieren konnte, was sie taten. Anfangs bewegten sie ihre Lippen unsicher, langsam und wussten nicht, was sie mit ihren Händen machen sollten, doch Taddl konnte nicht bestreiten das es sich mehr als gut anfühlte. Es dauerte nicht lange, da wurde aus dem anfangs unschuldigen Kuss ein wilder, leidenschaftlicher. Taddl vergrub eine seiner Hände in Manus Haare, während dieser seine Hände auf Taddls Rücken legte, um ihn enger an sich zu drücken. Ein leichtes Seufzen entwich dem Größeren, als Manus Zunge in seinen Mund glitt.

In Taddls Bauch breitete sich ein warmes Gefühl aus und in seinem Kopf wiederholten sich immer und immer wieder folgende Worte: „Ich küsse gerade Manu. Ich küsse ihn gerade wirklich.“

Vielleicht lag es daran, dass es mittlerweile 3 Uhr Nachts war und sein Gehirn nicht mehr richtig funktionierte, oder es lag daran, dass der Kuss einfach überwältigend war. Manu war einfach überwältigend. Am liebsten würde er nie, nie wieder etwas anderes tun als Manu zu halten und zu küssen.

Langsam drückte er Manu auf die Matratze, und beugte sich leicht über ihn, stützte seine Hände neben seinem Kopf ab, vorsichtig darauf bedacht, keine seiner Haare einzuklemmen. So entstand eine kurze Pause, in der die beiden sich einfach nur wortlos in die Augen schauten, versuchten die gegenseitig die Gedanken ihres Gegenübers zu ergründen. Taddl strich eine Strähne aus Manus Gesicht und begann ihn wieder zu küssen, jetzt wo er es einmal getan hatte, fiel es ihm schwer er zu unterlassen.

Und Manu schien es ähnlich zu gehen. Es entstanden immer wieder kurze Pause, in denen sie sich einfach nur anlächelten, oder streichelten und sich gegenseitig ihre Tshirts auszogen und ihre nackte Haut aneinander pressten. Alles fühlte sich so gut an und Taddl schwebte auf einer Wolke, war in einem Wattebausch voller liebevoller Berührungen gefangen und wollte nie wieder hier weg. Auch wenn seine Latte in seiner engen Hose fast schon schmerzte, würde er keinen Schritt weitergehen. Dafür war ihm Manu einfach viel zu wichtig.

Es reichte ihm völlig einfach nur Zärtlichkeiten auszutauschen und sich hin und wieder liebevolle Worte ins Ohr zu flüstern. Die vielen „Ich hab dich so vermisst“'s und „Du bist so unglaublich schön“'s wurden mit der Zeit immer seltener und ihre Küsse immer langsamer, müder, bis beide sich eingestanden, dass es wohl Zeit schlafen zu war.

Es war halb 6 Uhr morgens und sie hatten die halbe Nacht durch geknutscht. Immer noch mit diesem rosarotfluffigweichen Gefühl im Bauch schlief Taddl ein...


~Am nächsten morgen~

Taddl wurde davon wach, dass sich Manu im Bett neben ihm bewegte. Schlagartig fiel ihm die letzte Nacht ein und ihm schlich ein kleines Lächeln ins Gesicht, die Augen immer noch fest geschlossen. Es war wunderbar gewesen, Manu zu küssen und noch wunderbarer neben ihm einzuschlafen und jetzt wurde er doch tatsächlich neben ihm wach. Er ließ die Augen noch ein wenig länger geschlossen, um erst mal ganz wach zu werden, doch als er die Augen öffnete und Manus Blick begegnete schreckte er zurück. Sein Blick war ganz anders als er sich ihn vorgestellt hatte. Eine tiefe Sorgenfalte trat zwischen seinen Augenbrauen hervor als er Taddl betrachtete. Dieser setzte sich instinktiv auf um Manu fragend anzuschauen. „Was ist los? Ist es wegen gestern Nacht?.. Hat... hat es dir nicht gefallen?“

Das Glücksgefühl von eben war weg, und er hatte Angst vor Manus Antwort. Viel zu sehr.
Manu zögerte noch einige Momente bevor er darauf reagierte, er schien sich die richtigen Worte im Kopf zurechtzulegen. „Doch, es hat mir sehr gefallen. Aber Taddl, sei doch mal ehrlich... wir passen einfach nicht mehr zusammen. Sieh dich doch an. Und dann sieh mich an. Und dann denk an das vergangene Jahr und an all das, worüber wir gestern geredet haben. Wir haben uns einfach verändert und auseinander gelebt. So gut wie mir die Nacht mit dir gefallen hat... ich bin mir nicht sicher, ob da überhaupt mehr zwischen uns war als das Adrenalin, erzeugt von unserer allerersten Begegnung. Der Reiz der im Moment lag. Das klingt hart und auch irgendwie so gar nicht schön, aber es ist eben nicht alles wie im Film... verstehst du mich?“

Die Worte trafen Taddl wie ein Schlag ins Gesicht. Doch er konnte Manu nicht widersprechen denn tief im Inneren... wusste er eben, dass er Recht hatte. Deshalb sagte er nichts weiteres als: „Ich wünschte es könnte einfach alles so sein wie früher. Ich würde alles dafür tun.“

Manu seufzte tief und doch Taddl wusste, dass er Recht hatte und das zwischen ihnen wahrscheinlich wirklich keine gute Idee war, egal wie sehr es ihm gefallen hatte, egal wie sehr es gestern Nacht gepasst hatte. Sie waren zu unterschiedlich und ihre Vorstellungen vom Leben erst Recht.

Aber dennoch... „Ich will dich nicht verlieren“, hauchte Taddl.
Manu schaute ihn entsetzt an und erboste sich dann: „Das wirst du auch nicht! Es sei denn du benimmst dich nochmal wie „Öh ich bin gangsta rap Taddl“! Es kann alles so wie früher werden, wenn du willst, wenn wir es wirklich versuchen. Aber vorerst sollten wir es dabei belassen.“

Taddl konnte nicht anders und zog Manu in eine Umarmung. Die emotionale Achterbahn der letzten 24 Stunden hatte ihn aufgewühlt und zugleich überglücklich, doch auch tieftraurig gemacht. Doch eins wusste er: Jemand, der so für einen da war, war ein wahrer Freund und das wollte er auf keinen Fall riskieren.
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Re: Holding my thoughts in my heart (GLPaddl) - für Badewanne13

Beitragvon Badewanne13 » 26. Sep 2015, 20:32

Puh - mir fehlen die Worte.
Es ist awesome! Ich steh sowieso so auf das Pairing und hatte so gehofft, dass es GLPaddl wird =)
Und awww - ich find das Ende geil! gerade weil Manu drauf besteht das Taddl von seinem Trip runterkommt =)
Vielen lieben Dank! Ich les gleich ne zweite Runde =)
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Re: Holding my thoughts in my heart (GLPaddl) - für Badewanne13

Beitragvon Nebelkatze » 26. Sep 2015, 20:58

Juhuu, freut mich sehr, dass es dir gefallen hat :)
Ich hab während dem Schreiben selbst ein paar der alten Videos angeschaut und wurde ganz melancholisch und dann hab' ich noch dieses Bild gefunden und MUSSTE es einfach schreiben :)
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Beim Ende war ich mir extrem unsicher, ob es dir gefallen wird. Gerade weil es eben kein "Happy End" ist. Aber dafür freu ich mich jetzt umso mehr wenn du es gut fandest :)
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Re: Holding my thoughts in my heart (GLPaddl) - für Badewanne13

Beitragvon Badewanne13 » 26. Sep 2015, 21:03

Ach ich find alles toll was mit GLP zu tun hat - von dem kleinen Kerlchen gibts einfach viel zu wenig - und non-happy-ends find ich immer geil =) Danke <3
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