The Circumstances of the winter holidays -3- (Orenchi)

The Circumstances of the winter holidays -3- (Orenchi)

Beitragvon Sammy-chan » 8. Feb 2016, 00:07

Titel: The Circumstances of new year's eve
Fandom: Orenchi no Furo Jijō / The Circumstances in My Home's Bathtub
Rating: Öhm, 12-slash?
Pairing/Charaktere: Tatsumi/Wakasa
Warnings: randomness, immer noch

Anmerkung: Alles, was ich auch bei den anderen Teilen schon gesagt habe.
Viel Spaß.


Paket 5
lange Nächte
Blei gießen
Grippewelle
Tischfeuerwerk
Silvester verschlafen


Tatsumi hatte einige lange Nächte hinter sich. Er hatte zwischen Weihnachten und Neujahr viel arbeiten müssen. Zeiten in denen Wakasa viel alleine gewesen war.
Und als wäre das noch nicht genug, hatte ihn noch die letzte Grippewelle des Jahres erwischt und er hatte den Rest des Jahres im Bett verbracht.
Aber heute, da würde Tatsumi nichts davon abhalten mit Wakasa das neue Jahr zu feiern, das hatte er sich vorgenommen.
Er hatte an alles gedacht, er hatte ein kleines Festmahl bereitet. Er hatte Sekt und ein Tischfeuerwerk gekauft und Blei, mit dem sie das kommende Jahr voraussagen konnten. Zumindest, wenn man daran glaubte. Aber Wakasa würde daran glauben, dessen war er sich sicher.
Tatsumi hatte sogar einen Plan, den er um Mitternacht in die Tat umsetzen würde. Er wollte, dass Wakasa das Feuerwerk sehen konnte. Er konnte sich schon jetzt das Glitzern in seinen Augen vorstellen. Natürlich, er konnte Wakasa hinaustragen, aber er würde austrocknen.
Also hatte er einen alten Mantel herausgesucht, den sie nass machen konnten, außerdem eine Thermodecke, die sie ihm umlegen konnten, damit ihm nicht kalt wurde und zwei Stühle hatte Tatsumi bereits vor dem Haus positioniert. Es dürfte also nichts schief gehen. Und so startete der Abend mit einem gewissen Gefühl der Vorfreude in Tatsumis Magen, dem er aber keine große Bedeutung zuschrieb.
"Das war großartig, Tatsumi."
Manchmal fragte sich Tatsumi, wie Wakasa das machte. Er futterte den halben Tag, lag buchstäblich den ganzen Tag in der Wanne und nahm trotzdem kein Gramm zu. Nein, eigentlich war er genau richtig so, wie er war.
"Wollen wir jetzt Blei gießen?"
Tatsumi wurde aus seinen Gedanken gerissen und bemerkte, dass er Wakasa angestarrt haben musste, der mit großen, fragenden Augen zu ihm schaute, deren Farbe ihn immer an das klare Wasser am Strand erinnerten, in das man am liebsten immer gleich abtauchen wollte.
"Ist alles in Ordnung, Tatsumi?" Er legte den Kopf schief, wirkte fast ein bisschen besorgt. Tatsumi nickte schnell, als er merkte, wie ihm heiß wurde. Was war los mit ihm?
"Bist du sicher? Du siehst rot aus, vielleicht hast du noch immer die Grippe."
Tatsumi merkte, wie ihm noch heißer wurde, aufgrund von Wakasas viel zu unschuldiger Frage.
"Es ist nichts, lass uns Blei gießen", versuchte er abzulenken und weil Wakasa ein großes Kind war, funktionierte eine solche Taktik auch hervorragend.
Er strahlte und war schon begeistert, als Tatsumi nur die Kerze anzündete.
Kurze Zeit später saßen sie jeder auf einer Seite der Kerze und Tatsumi ignorierte den Gedanken, dass es ihn an ein sehr bizarres Date bei Kerzenschein erinnerte, im Badezimmer, während ein Teilnehmer in der Badewanne saß und einen Fischschwanz hatte, mit dem er gerade ununterbrochen kleine Wellen produzierte.
Tatsumi nahm sich die Anleitung und platzierte das Stück Blei in den dafür vorgesehenen Löffel. Nachdem er den ein paar Minuten über das Feuer gehalten hatte, verflüssigte sich das Blei und lag kurze Zeit später als zähflüssige Masse in dem Löffel.
"Ich denke du kannst es jetzt ins Wasser schütten", meinte Wakasa, der es anscheinend nicht abwarten konnte.
Tatsumi nickte nur und im nächsten Moment landete das verflüssigte Blei im kalten Wasser der Schüssel und wurde sofort zu einem harten, kleinen Klumpen, den er aus der Schüssel fischte.
"Was ist es, was ist es?"
Tatsumi konnte die kleine Figur nur ein paar Minuten anstarren. Dann senkte er den Blick, während er merkte, dass ihm nun schon zum zweiten Mal unangenehm heiß wurde. Die kleine Figur hatte eine erschreckende Ähnlichkeit zu einem Penis, komplett mit kleinen, runden Eiern am unteren Ende. Was konnte es schon bedeuten, wenn man einen Schwanz beim Blei Gießen fabrizierte? Ohne einen weiteren Kommentar gab er den Mini-Dildo an Wakasa weiter, der ihn einige Sekundenbruchteile angestrengt ansah.
"Es ist ein Pilz! Du hast bestimmt ganz viel Glück dieses Jahr, Tatsumi." Er strahlte und Tatsumi fragte sich, wie er denn bitteschön einen Pilz in dem Gebilde erkennen konnte, war aber gleichzeitig froh, um die unschuldigen Gedanken des Meermannes. Die größere Frage war aber vielleicht auch, was es über ihn selbst aussagte, dass er eben keine solch unschuldigen Gedanken hatte?
Tatsumi lenkte sich ab, indem er die Liste mit den Deutungen herbeinahm und den Pilz nachschaute.
"Achten sie auf ihre Gesundheit", las er vor.
"Waaas? Nein, das passt nicht. Ich denke du wirst Glück haben, Tatsumi. Das stimmt nicht, was da steht."
Tatsumi nahm Wakasas Einwände nur noch am Rand wahr, während sein Blick nach oben rutschte. Aber irgendwie konnte er Wakasa auch zustimmen. Warum hatte der Hersteller gedacht, dass es eine gute Idee war auch den "Penis" in die Liste aufzunehmen? Daneben stand "Wunsch nach mehr Sex" und Tatsumi resignierte innerlich.
Er legte den Zettel und seinen Blei-Penis beiseite und forderte Wakasa auf ebenfalls sein Blei zu schmelzen, allein um auf andere Gedanken zu kommen. Kurze Zeit später lag ein zweiter Klumpen in der Schüssel mit kalten Wasser. Wakasa fischte ihn heraus, er warf einen Blick darauf, ebenso Tatsumi.
"Ein Herz."
Tatsächlich hatte das Blei ein fast perfektes Herz gebildet, das nicht zu missdeuten war.
"Ich werde mich verlieben", sagte Wakasa und schien nicht mal überrascht.
Tatsumi nahm die Liste und sah sicherheitshalber nochmal nach.
"Sie werden sich verlieben."
"Ob ich die Person bereits kenne?", dachte Wakasa laut nach. Tatsumi antwortete ihm nicht. Es war nicht so, als würde er es Wakasa nicht gönnen glücklich zu sein. Trotzdem konnte er sich nicht einfach für ihn freuen. Wenn er sich verlieben würde, hieß das doch, dass er weg gehen würde, oder? Er musste ja überhaupt erst jemanden treffen, in den er sich verlieben konnte. Hier traf er ja nur auf Takasu, Maki, Mikuni und Tatsumi selbst. Die meisten waren jahrelange Freunde von ihm.
Aber auch wenn ihn der Gedanke nicht gefiel. Wenn Wakasa entschied, dass er gerne wieder draußen sein wollte, wo er ja auch irgendwie hingehörte, dann würde Tatsumi diese Entscheidung respektieren.
Wakasa umfasste jetzt das Herz mit der ganzen Hand und hielt es gegen seine Brust, ließ sich in die Wanne sinken.
"Ich denke es wird ein gutes Jahr."
Tatsumi nickte, auch wenn das Gefühl in seinem inneren etwas anderes behauptete.

Der Rest des Abends verging wie im Fluge. Wakasa konnte es nicht abwarten und sie feuerten das Tischfeuerwerk viel zu früh ab.
Sie aßen Silvesterkrapfen und Tatsumi fühlte sich satt und zufrieden. Wakasa schien es ähnlich zu gehen, wie er träge in der Wanne lag. Tatsumi hatte den Tisch zur Seite geschoben und saß jetzt neben der Badewanne auf einem Kissen, er lehnte sich hinten an der Wand an.
Tatsumi begrüßte das eher ruhigere Silvester nach den anstrengenden letzten Tagen. Zumindest, wenn man ein Silvester mit einem überschwänglichen Meermann als ruhig bezeichnen wollte.
Er lehnte seinen Kopf an die Wand an und sah dabei zu, wie Wakasa kleine Wellen im Wasser verursachte, während er bei der Musik mitwippte, die sie bei irgendeiner Silvester-Veranstaltung im Fernsehen spielten.

Tatsumi schreckte auf. Es knallte ununterbrochen und er war einen Moment orientierungslos.
Er sah sich um und erkannte, dass er sich im Badezimmer befand, seine Arme lagen auf der Badewannenkannte auf die er bis eben seinen Kopf gebettet hatte. Wie automatisch blieb sein Blick an Wakasas Rücken hängen. Er hatte das Fenster ein Stück weit geöffnet und stemmte sich auf die Badewannenkante, um nach draußen zu sehen.
Erst jetzt realisierte Tatsumi, dass das knallen vom Feuerwerk kam, das flackerndes Licht in den Raum warf. In diesem Moment wandte Wakasa seinen Blick und sah ihn an, er lächelte und es hinderte Tatsumi daran abrupt aufzuspringen.
Er hatte Wakasa doch nach draußen bringen wollen, damit er das Feuerwerk richtig sehen konnte. Natürlich, man konnte es auch von hier aus sehen, aber die Sicht war eingeschränkt und direkt aus der Badewanne war der Winkel schwierig.
Es schien Wakasa aber nicht zu stören, er ließ sich zurück ins Wasser gleiten und kam zu Tatsumi, der einen Blick auf die Uhr warf, die er extra neben der Badewanne aufgestellt hatte. 12:12 Uhr zeigte sie an. Er hatte Silvester verschlafen.
"Ich hab dich geweckt", sagte Wakasa jetzt in bedauerlichen Tonfall, aber Tatsumi schüttelte den Kopf.
"Du hättest mich eher wecken sollen, ich wollte dich nach draußen bringen, damit du das Feuerwerk sehen kannst."
"Wirklich?" Wakasa strahlte, obwohl Tatsumis Plan überhaupt nicht funktioniert hatte. Warum freute er sich darüber? Wenn sie jetzt alle Vorbereitungen treffen würden, dann wäre das Feuerwerk bereits vorbei, wenn sie endlich draußen wären. Aber es schien nicht so, als würde Wakasa es überhaupt erwarten.
Er umfasste Tatsumis Gesicht mit seinen Händen. Sie waren feucht und auch ein bisschen schleimig, aber trotzdem war die Berührung angenehm, warm und beinahe zärtlich.
"Das Wichtigste ist, dass wir zusammen sind", sagte er dann. "Frohes neues Jahr, Tatsumi."
Und dann beugte er sich vor und ihre Lippen trafen aufeinander. Es war etwas anderes diesmal, wie beim letzten Mal, wo der Mistelzweig über ihnen gehangen hatte und alle ihnen zugeschaut hatten. Da hatte sich Tasumi einreden können, dass sie sich nur geküsst hatten, weil es Tradition war. Unter einem Mistelzweig küsste man sich und wenn es sich dabei noch gut angefühlt hatte, dann war das ja nur gut.
Aber jetzt, da küssten sie einander, weil sie es wollten. Weil Wakasa es anscheinend wollte und der Gedanke ließ Tatsumis Kopf ein bisschen schwirren.
Wakasa bewegte seine Lippen gegen die von Tatsumi und es kribbelte in sseinem Magen, während er den Kuss genauso vorsichtig erwiderte, wie er von Wakasa ausging.
Sie lösten sich einige Momente später wieder und sahen sich einen Augenblick nur an.
"Frohes Neues Jahr, Wakasa."
Der Meermann lächelte und seine Augen waren so voller Freude, die Tatsumi glauben ließ, dass er nie weg gehen würde. Und das beruhigte ihn.
Ein besonders lauter Knall drang von draußen herein und sie sahen beide zum Fenster, wo noch immer Feuerblumen den Himmel erhellten, wenngleich es mittlerweile deutlich weniger waren.
Tatsumi fiel der Sekt ein, den er völlig vergessen hatte. Er stand auf.
"Wohin gehst du?", fragte Wakasa, schon beinahe ein bisschen unsicher.
"Ich hole nur den Sekt", antwortete Tatsumi mit einem beruhigenden Lächeln.
Fünf Minuten später, kehrte er mit der Flasche und zwei Gläsern wieder, er schenkte ihnen beiden ein und übergab eines der Getränke an Wakasa.
"Auf das neue Jahr", sagte er und hob sein Glas, Wakasa tat es ihm gleich und sie stießen reichlich verspätet an.
Tatsumi beobachtete, wie Wakasa einen Schluck der sprudelnden Flüssigkeit trank, dann noch einen, bis das halbe Glas geleert war. Erst dann realisierte er, dass er starrte, wieder einmal. Er senkte den Blick und trank selbst.
"Tatsumi?"
"Mh?"
"Ist das okay, wenn ich bei dir bleibe, ich meine, das ist so aufwendig. Ich versteh das, wenn du keine Lust darauf hast."
Und einen Moment konnte er Wakasa nur perplex ansehen. Er dachte, Tatsumi wollte ihn nicht mehr hier haben?
"Natürlich kannst du bleiben." Er hatte Wakasa gerne hier, er mochte seine Gesellschaft. Er mochte ihn. Wie kam Wakasa darauf, dass er ihn loswerden wollte? "Ich mach das alles gerne, sonst würde ich es nicht tun", sagte er möglichst unverfänglich.
Und im nächsten Moment hatte er den Arm voll mit glitschigem Meermann, der sich an ihn drückte.
"Danke, du bist der Beste, Tatsumi." Seine Stimme klang beinahe ein bisschen brüchig und die plötzliche Nähe überforderte Tatsumi beinahe. Einen Moment schwankte er, ob er Wakasa wegschieben oder ihn tätscheln sollte. Aber dann fällte sein Körper die Entscheidung eigenständig. Denn ohne es wirklich bewusst zu entscheiden, hatte auch Tatsumi seine Arme um Wakasa geschlungen. Und es war nicht so seltsam ihn zu umarmen, wie er befürchtet hatte.
Eigentlich fühlte es sich gut an. Und Tatsumi war wirklich erleichtert, dass Wakasa vor hatte bei ihm zu bleiben, da war eine Umarmung schon mal zu rechtfertigen.
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