The Circumstances of the winter holidays -1- (Orenchi)

The Circumstances of the winter holidays -1- (Orenchi)

Beitragvon Sammy-chan » 19. Jan 2016, 18:31

Titel: The Circumstances of a sunday in advent
Fandom: Orenchi no Furo Jijō / The Circumstances in My Home's Bathtub
Rating: 0 gen, leicht slashy
Pairing/Charaktere: Tatsumi und Wakasa, wie gesagt angehauchter slash
Warnings: Nix, nur randomness

Anmerkung: Dies hier ist wirklich sehr, sehr Random. Es sollte eigentlich lustig sein, isses aber nciht XD Es sind aber zum Glück nur 1800 Worte. Also 1800 Worte voller Randomness.
Außerdem ignoriere ich die Tatsache, dass das Ganze in Japan spielt und dort sicherlich einige unserer Bräuche um die Weihnachtszeit herum nicht bekannt oder gängig sind.
Falls jemand das hier liest, wünsche ich demjenigen trotzdem ganz viel Spaß.



Paket 24:
Nordpol
Niesen
Adventssonntag
Vanillekipferl
Ausstechförmchen


The Circumstances of a sunday in advent

Tatsumi konnte ihm eh nichts abschlagen. Wenn er da in der Wanne saß und ihn ansah mit großen türkis-blauen Augen, umrandet von langen, blonden Wimpern, als wäre er nicht von dieser Welt - war er ja auch irgendwie nicht - dann war das Wort 'Nein' anscheinend aus Tatsumis Wortschatz gestrichen.

Eigentlich wollte er Wakasa auch nichts abschlagen, denn er wusste, dass es ihn freuen würde. Also packte er Mehl, Butter, Zucker, Eier, zwei Schüsseln, ein Nudelholz, die Rezepte, zwei Backbleche und Ausstechförmchen in einen Karton, denn Wakasa hatte im Fernsehen gesehen, wie man Weihnachtsplätzchen backte und sprach seit zwei Tagen von nichts anderem mehr.

Tatsumi hatte überlegt, ob es einfacher wäre Wakasa in die Küche zu befördern oder aber die Backutensilien in das Badezimmer und hatte sich für zweiteres entschieden. Also trug er an diesem Adventssonntag den Karton mit besagten Backutensilien Richtung Badezimmer und öffnete die Tür. Einen Tisch hatte er bereits neben der Badewanne abgestellt und in der Wanne saß ein Wakasa, der aussah wie ein kleiner Hund, der darauf wartete, dass sein Herrchen ihm das Stöckchen warf.

„Tatsumi, Tatsumi, was hast du da?“

Wakasas Stimme klang aufgeregt und als Tatsumi den Karton abstellte, sah er, wie Wakasa sich mit geröteten Wangen über den Badewannenrand beugte, um den Inhalt der Kiste zu begutachten.

Er wühlte ein bisschen darin herum und beförderte eine kleine Tüte hervor, in denen sich die Ausstechförmchen befanden.

„Aaaah! Wir backen Plätzchen“, stellte er richtigerweise fest.

Er betrachtete die Förmchen mit einem Strahlen im Gesicht.

„Die sind so süß. Ein Stern und ein Baum“, kommentierte er, während er jede einzelne Form aus der Tüte nahm.

Tatsumi ertappte sich dabei, wie er Wakasa einen Augenblick länger anstarrte, als es nötig war. Aber es faszinierte ihn immer wieder. Es waren nur Ausstechförmchen, wie es sie in jedem Haushalt gab, aber Wakasa tat gerade so, als seien sie die größte Erfindung der Menschheit. Manchmal konnte man ihn wirklich mit den kleinen Dingen eine riesige Freude bereiten, irgendwie auch ein bisschen beneidenswert. Nachteilig war nur die Tatsache, dass Wakasa mit der Hälfte der Dinge, die man ihm gab auch irgendwie eine kleine Katastrophe fabrizierte. Aber zumindest konnte er mit Ausstechförmchen nicht den Raum schwemmen oder überschäumen. Irgendwann würde Wakasa aber sicherlich noch Tatsumis Badezimmer mit einer seiner Aktionen ruinieren, dessen war er sich sicher.

Tatsumi zwang sich seinen Blick abzuwenden von dem begeisterten Wakasa und nahm eine der Schüsseln aus der Kiste, um sie auf den Tisch zu stellen.

„Die Förmchen brauchen wir noch nicht, erst später.“ Mit diesen Worten platzierte er auch die Rezepte auf den Tisch.

„Hier drin steht, was gemacht werden muss“, erklärte er und erlangte damit Wakasas Aufmerksamkeit wieder, der auch alle Förmchen durch hatte, die jetzt wahlweise in der Wanne oder auf dem Rand eben dieser lagen. Aber jetzt widmete sich Wakasa dem Rezept und nahm es hoch, um die Informationen zu lesen.

„Oben sind die Zutaten gelistet, die wir brauchen, darunter die Anleitung.“

„560 Gramm Mehl“, las Wakasa vor und beugte sich sogleich wieder vor, um im Karton nach der gesuchten Zutat zu wühlen.

In diesem Moment fiel Tatsumi auf, dass ihnen die Waage noch fehlte, um die Zutaten abzuwiegen. „Ich hab was vergessen“, informierte er Wakasa schnell, der noch immer mit dem Kopf im Karton steckte und einen zustimmenden Laut von sich gab, bevor Tatsumi in die Küche ging.

Wakasa mit Dingen, die er nicht kannte, allein zu lassen war meistens ein Fehler, das sollte er mittlerweile gelernt haben.

„Tatsumi!“

Er war bereits wieder an der Badezimmertür angelangt und hörte ein Niesen aus dem Badezimmer, dann noch eines und es folgte noch ein weiteres. Er ahnte Schlimmes, atmete kurz durch und öffnete mit einem Ruck die Tür. Das Badezimmer war komplett mit Mehl bestäubt. Inklusive einem bepudertem Meermann, der in der Badewanne saß und versuchte sich ganz klein zu machen.

„Wakasa!“

„Ich war das nicht, ehrlich, die Tüte ist einfach so explodiert.“ Er sah Tatsumi mit großen unschuldigen Augen an. Tatsumi seufzte und ergab sich seinem Schicksal.

„Ich hol ne neue Tüte Mehl. Wir müssen hier so oder so hinterher alles sauber machen.“

Zum Glück hatte er zwei Packungen gekauft für den Fall der Fälle. Wenn man einen Meermann im Badezimmer beherbergte, da konnten schon mal unvorhergesehene Sachen passieren, das war ihm mittlerweile mehr als klar geworden.

Als er mit der frischen Tüte Mehl wiederkehrte, blieb er einen Moment im Türrahmen stehen und beobachtete, wie Wakasa immer wieder mit seiner Flosse die Wasseroberfläche durchschnitt, auf der noch immer das Mehl schwamm. Er fühlte, wie ihm Hitze ins Gesicht stieg und versuchte den Gedanken zu verdrängen, dass Wakasa süß aussah mit dem Mehl im Gesicht. Er war schließlich erwachsen, älter als Tatsumi selbst, er sah nicht süß aus.

Wakasa bemerkte ihn und strahlte ihn an und ohne sein zutun, schlich sich auch ein Lächeln auf Tatsumis Gesicht.

„Okay“, sagte er und öffnete vorsichtshalber selbst die Mehltüte. „Wieg die Zutaten ab und schütte sie in die Schüssel.“

Zu Tatsumis Überraschung klappte alles ohne weitere Zwischenfälle und einige Zeit später knetete Wakasa zufrieden seinen Teig in der Schüssel.

„Uaw! Das schmeckt ja schon jetzt ganz großartig“, stellte er fest, nachdem er sich etwas von dem Teig in den Mund geschoben hatte und schob gleich noch etwas hinterher.

„Iss nicht zu viel, sonst bekommst du Bauchschmerzen.“

Er nickte nur zustimmend, nahm sich aber nichtsdestotrotz einen weiteren Klumpen. „Ich bin ein Naturtalent, wenn es schon jetzt so toll schmeckt.“

Er bearbeitete weiter den Teig während Tatsumi bereits den nächsten vorbereitete. Es kehrte kurz Stille ein.

„Glaubst du am Nordpol gibt es das Weihnachtsdorf?“

Tatsumi blickte kurz auf und fragte sich, wie Wakasa darauf kam. Sollte er ihm sagen, dass es kein Weihnachtsdorf gab?

„Ich denke nicht, dass es existiert.“

„Aber irgendwo müssen doch all die Elfen leben, die die Geschenke herstellen“, konterte Wakasa entrüstet.

Das kam dabei heraus, wenn man sein Wissen aus Zeitschriften und aus dem Fernsehen bezog. Tatsumi wollte Wakasa gerade sagen, dass es auch keinen Weihnachtsmann gab, der die Geschenke an die Kinder verteilte, aber Wakasa kam ihm zuvor.

„Weißt du, einmal bin ich dorthin geschwommen, weil ich es unbedingt sehen wollte.“

Einen Moment stockte Tatsumi, manchmal vergaß er, dass Wakasa eigentlich in Flüssen und Meeren beheimatet war. Dass ihm quasi die ganze Welt offen gestanden hatte. Und er fragte sich, was ihn dazu bewegte hier in Tatsumis Badezimmer zu leben, eingeschränkt auf eine kleine Badewanne. Aber den Gedanken, dass er wahrscheinlich irgendwann wieder fort wollen würde, schob er rigoros beiseite.

„Was hast du am Nordpol gesehen?“ Neugierig war er ja jetzt doch, sollte er dann nicht selbst wissen, dass es das Weihnachtsdorf nicht gab?

„Ich hab es nicht geschafft, das Wasser war so furchtbar kalt, dass ich umkehren musste.“

Er schaute betrübt hinab und Tatsumi verdrängte das Bedürfnis ihn in den Arm nehmen zu wollen.

„Die Hauptsache ist, dass du es versucht hast. Bis zum Nordpol ist es eine lange Reise. Du kannst stolz auf dich sein.“ Wie lange mochte er wohl geschwommen sein? Auch wenn er es nicht geschafft hatte, wenn das Wasser bereits zu kalt geworden war? Es hätten Wochen oder Monate sein können.

Wakasa strahlte nach Tatsumis Worten augenblicklich wieder, wie es auch sein sollte.

„Du bist der einzige, der das so sieht, Tatsumi. Ob du es glaubst oder nicht, ich war über drei Stunden unterwegs und ich musste ja auch noch den ganzen Weg zurück!“

Tatsumi verschluckte sich, er hustete und versteckte so auch ein Lachen. Wakasa war wahrscheinlich nicht mal bis zum Meer gekommen. Noch Tausende von Meilen entfernt vom Nordpol. Aber das brauchte er ja nicht wissen.

„Und dann erst all diese seltsamen Meeresbewohner!“

„Wirklich?“

„Ja, die waren furchtbar gruselig. Ich bin froh, dass ich heile zurück gekehrt bin“, sagte er und nickte bestätigend.

„Ich auch“, antwortete Tatsumi und meinte es auch so, egal, was Wakasa tatsächlich im Wasser gesehen hatte. Seltsame Meeresbewohner wohl kaum.

~~~

Tatsumi betrachtete das Badezimmer, das aussah als wäre eine Bäckerei explodiert. Kaum zu glauben, dass dafür eine einzige Person verantwortlich war. Oder besser gesagt ein einziger Meermann, der nun im mehligen Wasser lag. Tatsumi begann die Fliesen von Mehl und Teigresten zu befreien, während Vanillekipferl und Ausstechplätzchen im Backofen waren.

Als letztes würde er sich die Badewanne, inklusive ihrem Bewohner vornehmen.

Er kam gerade aus der Küche, wo er das Backblech ausgetauscht hatte. Wakasa hatte sich mit den Armen auf den Badewannenrad aufgestützt, die Augen halb geschlossen.

„Tatsumi? Das juckt.“ Er kratzte sich an der Schulter, das Mehl war irgendeine Verbindung mit dem Schleim eingegangen und diese Symbiose führte dazu, dass Wakasa jetzt ein bisschen wie ein paniertes Schnitzel, oder besser gesagt, wie ein panierter Fisch aussah.

„Wir werden dich jetzt erstmal abduschen.“

Wakasa nickte und Tatsumi hob ihn aus der Wanne, um ihn zur Dusche zu tragen. Wakasa klammerte sich an seinem Hals fest. Es war nicht das erste Mal, dass Tatsumi ihn so trug, aber es war immer wieder seltsam einen erwachsenen Mann so durch die Gegend zu tragen. Und Tatsumi würde hinterher wahrscheinlich genauso ein paniertes Schnitzel sein, wie Wakasa es war.

„Danke Tatsumi“, murmelte der jetzt und in Tatsumi machte sich das gute Gefühl breit, was ihn immer erfüllte, wenn Wakasa glücklich schien.

Tatsumi setzte ihn in der Dusche ab und gab ihm den Duschkopf.

„Hier, versuch das Mehl abzuduschen, ich wechsel inzwischen das Wasser in der Wanne.“

Wakasa nickte beflissentlich und würde wahrscheinlich doch noch eine Überschwemmung im Badezimmer verursachen, dessen war Tatsumi sich beinahe sicher.

Da hatte er aber falsch gedacht und die Überschwemmung blieb ihm erspart. Zu seiner Überraschung gab es gar keine weiteren Zwischenfälle und eine halbe Stunde später trug er Wakasa wohlbehalten wieder zurück zur Wanne. Der schien nun sichtlich zufriedener im mehlfreien, warmen Wasser und streckte sich.

~~~

Kurze Zeit später kehrte Tatsumi gerade aus der Küche wieder mit einer Schüssel noch warmer Plätzchen und erwartete, dass Wakasa sich sofort darauf stürzen würde. Tat er aber nicht, er beäugte die Schüssel.

"Was ist los? Sie sind gut geworden." Wenn Wakasa nichts aß war das immer ein schlechtes Zeichen und Tatsumi sorgte sich augenblicklich.

"Ich hab Bauschschmerzen", wimmerte er dann kleinlaut und ließ sich ins Wasser absinken, bis er nur noch mit den Augen über den Wannenrand schauen konnte.

"Ich hab dir gesagt du sollst nicht so viel vom Teig naschen, das hast du jetzt davon. Jetzt werd ich die Plätzchen halt zusammen mit Takasu essen", scherzte er, aber Wakasa nahm ihn anscheinend ernst, denn seine Augen wurden groß und rund.

"Das ist gemein, Tatsumi!"

Er schnappte sich sofort ein Plätzchen in Sternform und schob es sich in den Mund.

Tatsumi konnte nicht anders als lachen, er tätschelte Wakasa beruhigend den Kopf.

"Keine Angst, du kannst sie auch morgen noch essen."
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