Hogwarts im Schnee

Hogwarts im Schnee

Beitragvon Badewanne13 » 6. Dez 2015, 23:27

Hogwarts im Schnee


Bemerkung: Die Kurzgeschichte kann als Prolog zu meiner Ende Mitte Dezember 2015 veröffentlichten Kurzgeschichte „Verloren“ gelesen werden.

Pompts:
Mondlicht auf Schnee
Punsch
Schoko Nikolaus
Weihnachtsduft
Zuckerstange

Es hatte schon wieder den ganzen Tag geschneit. Nicht, dass so ein bisschen Schnee Draco Malfoy etwas ausmachen würde, aber … so wirklich haben musste er ihn auch nicht. Die Weihnachtsfeierlichkeiten in der großen Halle waren noch in vollem Gange, doch Draco war die Laune auf die Feierlichkeiten deutlich vergangen. Vor einer halben Stunde hatte ihn die Nachricht erreicht, dass ihn jemand sehen wollte. Draußen an den Mauern. Fröstelnd zog Draco seinen Schal fester und schob seine Hände in die Hosentaschen. Warum tat er sich das eigentlich an? Der Absender der Nachricht hatte nicht einmal den Mumm gehabt mit seinem Namen zu unterschreiben. Aber die Neugierde hatte ihn dann doch vor die Schlossmauern hinaus in den Schnee gelockt. Der Mond schien auf die Dächer des Schlosses, welche unter der weißen Pracht verzaubert glitzerten, wenn das Licht auf den frischgefallenen Schnee fiel.
Von der Ferne konnte Draco eine Person erkennen, die auf ihn zukam. Er vernahm das schwere Stapfen durch den Schnee und traute seinen Augen nicht, als auf einmal Potter vor ihm stehen blieb.
»Auch einen Punsch?«, fragte der Nationalheld und Draco zog verächtlich die Augenbraue nach oben, während Potter ihm einen Becher mit dampfendem Punsch entgegenstreckte. Er roch nach Zimt, Nelken und Orangen, was Draco beinahe dazu gebracht hätte genussvoll zu seufzen. Dieser wunderbare Weihnachtsduft! Wie lange hatte er schon keinen Punsch mehr getrunken? Zulange! Bevor er sich über seine fehlende Vernunft beklagen konnte griff er nach der Tasse und nahm wortlos einen Schluck.
Schweigend standen die beiden Erzfeinde nebeneinander und starrten auf die weiße Schneelandschaft vor ihnen.
»Was willst du eigentlich Potter?«, fragte Draco nach einer Weile und versuchte nicht ganz so neugierig zu wirken, wie er sich eigentlich fühlte. Ganz lässig kam ihm die Frage über die Lippen. Er warf einen kurzen Blick neben sich, wo Harry ruhig ausatmete.
»Ich wollte einen Waffenstillstand vorschlagen. Wir wissen beide, dass wir ernstere Probleme haben als unsere Rivalitäten, Malfoy.« Draco kämpfte einen Moment mit sich, ob er nun lachen sollte oder dieses lachhafte Angebot anzunehmen. Waffenstillstand mit Potter. Als ob das alles war was ihn interessierte, doch Draco wusste, dass Potter recht hatte. Sie hatten ernsthaftere Probleme. Er hatte seinen Auftrag auf seiner Seite und Potter den seinen.
Draco wog seine Vorteile und Nachteile ab. Einer von ihnen würde den Krieg nicht überleben. Warum sollten sie sich das Leben dann unnötig zur Hölle machen?
Potter sah ihn erwartend an, dann seufzte Draco und ließ die Tasse sinken.
»In Ordnung. Aber nur bis dieser Krieg zu Ende ist.« Dann streckte er seinem Erzfeind die Hand entgegen, welche dieser sofort grinsend ergriff.
»Danke Draco.«
Mit diesen Worten drehte sich Harry um und ließ Draco mit einem kleinen Jutesack vor seinen Füßen zurück.
Mit hochgezogener Augenbraue zog Draco den Sack nach oben und warf einen Blick hinein. Ein Körbchen mit einem Schoko Nikolaus – eine Spezialität unter den Muggeln zum Nikolaus ließ sich Draco sagen – und eine Zuckerstange. Nettes Friedensangebot, dachte Draco und grinste, ehe er in Richtung Schloss zurück stapfte.
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