Der Rest verblasst im Blau [JoKla]

Der Rest verblasst im Blau [JoKla]

Beitragvon Soronya » 13. Dez 2015, 20:53

Hallo ihr Lieben!
Irgendwie hat mich die Muse geküsst und ich hab mal eben so in ein paar Tagen diesen OS zur Winterchallenge geschrieben. Das Pairing, über welches über welches ich hier schreibe, ist Joko Winterscheidt x Klaas Heufer-Umlauf. Ich hatte das Paket Nr. 31 mit den folgenden Prompts:

Weihnachtsmarkt
dicke Jacken/Mäntel
Eierpunsch
Sternenbilder, die man nur im Winter sieht
Weihnachtsbaum auf den letzten Drücker kaufen

Das mit dem Weihnachtsbaum hab ich zwar verkackt, aber hey, dafür ist das mit den Sternenbildern ziemlich ausführlich geworden, wofür ich mich im Vorhinein schonmal entschuldige - genauso wie für den ganzen Kitsch und Fluff. Tut mir Leid, aber es ist bald Weihnachten, da kann ich nicht anders :D Irgendwie ist diese Story auch ungefähr fünf Mal so lang geworden, wie beabsichtigt... Naja, ich hoffe, wenigstens das freut euch :D
Achja: Diese Story ist noch nicht gebetat, aber das folgt sicher bald :) Ich wollte nur erstmal diesen Schmu hier hochladen, weil... Tja, weil halt :D
So und jetzt viel Spaß beim Lesen!




Bild

„Klaas? Bist du fertig?“, rief Joko durch den Flur, während er sich einen dicken Wintermantel über die Schultern zog. Er setzte sich seine Mütze auf, zog die Handschuhe an und verlagerte ungeduldig sein Gewicht von einem Fuß auf den anderen.

„Ne“, kam die knappe Antwort aus der anderen Ecke des Erdgeschosses und Joko verdrehte missmutig die Augen, wobei er einen genervten Seufzer unterdrückte.

War ja klar, dass sich Klaas wieder quer stellte. Joko hatte sich schon gewundert, als Klaas noch auf den letzten Drücker zugesagt hatte, mit ihm über die Festtage zu seiner Familie zu fahren.

Die Fahrt in das kleine Kaff in der Nähe von Mönchengladbach hatte sich für Joko dieses Mal angefühlt wie eine Ewigkeit. Immer, wenn er versucht hatte, weihnachtliche Musik anzumachen, hatte Klaas bestimmt das Radio wieder ausgemacht.

Joko hatte das Diskutieren erst gar nicht angefangen, sondern irgendwann einfach aufgegeben und hingenommen, dass Klaas augenscheinlich kein Fan von Weihnachten war. Die weiteren vier Stunden Fahrzeit hatten sie nahezu schweigend verbracht. Sie hatten lediglich über das Nötigste gesprochen und nur angehalten, wenn einer von ihnen pinkeln musste.

Bei ihrer Ankunft vor Jokos Elternhaus hatte eine seltene und kaum dagewesene Spannung zwischen ihnen geherrscht, die Joko sich nicht hatte erklären können. Wahrscheinlich hatte es Klaas zu diesem Zeitpunkt doch bereut, mitgefahren zu sein.

Die Begrüßung durch Jokos Verwandte fiel sehr herzlich aus und Klaas hatte seinen Miesepeter somit nicht lange raushängen lassen können. Er wurde von allen Familienmitgliedern sofort in die Arme geschlossen und so behandelt, als wäre er nicht zum ersten Mal mit Joko mitgekommen.

Joko hatte nur daneben gestanden und sich gefreut wie ein Honigkuchenpferd, weil Klaas sich gar nicht gegen die Innigkeit seiner Familie wehren konnte. Irgendwann war er aufgetaut und hatte sich grinsend neben Jokos Oma an den Küchentisch gesetzt, um mit ihr über ihr Lieblingsessen zu diskutieren.

Für Joko war an diesem Punkt klar, dass das diesjährige Weihnachtsfest wohl das Beste seines Lebens werden würde, weil er es liebte, mit den Leuten, die ihm am Meisten bedeuteten, zusammen zu sein.

Jetzt, einen Tag später, war er sich diesbezüglich gar nicht mehr so sicher. Am Morgen hatte er Klaas vorgeschlagen, auf den Dorfeigenen Weihnachtsmarkt zu gehen, um dort ein bisschen Glühwein zu trinken und vorweihnachtliche Winterluft zu schnuppern.

Klaas hatte nur achselzuckend sein Desinteresse gezeigt und sich wieder seinem Handy gewidmet. Jokos Entschluss stand allerdings fest. Er würde am Abend gemeinsam mit Klaas zum Marktplatz gehen. Und wenn er ihn dahin schleifen musste.

„Kommst du jetzt mal?“, verlangte Joko lautstark und strich sich den blöden Pony wieder zurück unter die Mütze. „Ich will los.“

Klaas kam auf Socken und mit den Händen in seinen Hosentaschen in den Flur geschlurft. Seine Stirn war geziert von runzligen Furchen, weil er das Gesicht zu einer völlig entnervten Grimasse verzogen hatte.

„Dann geh doch allein“, entgegnete Klaas grummelnd und wandte sein Gesicht ab.

„Ne“, sagte Joko entschieden und legte seine Hand auf Klaas‘ Rücken, um ihn zur Garderobe zu schieben. „Ich würd‘ dich schon gern dabei haben.“

„Und dann?“, seufzte Klaas, wobei er sich gegen den Druck in seinem Rücken wehrte.

„Wie und dann? Dann trinken wir ein bisschen. Quatschen; machen Blödsinn. Ich seif‘ dich ein und du steckst mir ‘n Schneeball in die Hose. Was weiß ich?!“ Joko sah Klaas herausfordernd an. „Jetzt zieh dir endlich deine Schuhe an.“

Klaas seufzte und vergrub seine Hände noch tiefer in seinen Hosentaschen. „Joko… Kannst du nicht einfach allein gehen?“

„Nein.“ Joko sah bittend in Klaas‘ blaue Augen, die im Schein der vielen Lichterketten im Haus glänzten. „Ach komm schon, Hase. Warum willst du nicht mit?“

Klaas holte tief Luft, um etwas zu antworten, blieb dann aber still und schloss nur resigniert die Augen. Mit der linken Hand fuhr er sich über das Gesicht und stieß einen langen Atem aus. „Belass es einfach dabei, Joko“, murmelte er anstelle einer Antwort.

„Nein“, wiederholte Joko seine vorherige Antwort, dieses Mal mit ein wenig mehr Nachdruck. „Du kommst mit. Und wenn ich dich tragen muss.“

„Joko – du triffst da bestimmt deine alten Freunde wieder. Reicht das nicht?“, maulte Klaas nach einer langen Weile des Schweigens und tastete in seinen Hosentaschen nach den Kippen. Aber er hatte keine dabei. Verzweifelt sah er auf den Boden und schien sich nach einer Fluchtmöglichkeit zu sehnen.

Joko sah Klaas ein paar Sekunden an, dann fiel bei ihm der Groschen. Klaas hatte keinen Bock, zwischen Jokos früheren Kumpels das fünfte Rad am Wagen zu sein und nur im Weg zu stehen.

Die Sorge war aber in Jokos Augen völlig unbegründet. Ihm war gar nicht danach, mit seinen alten Freunden viel zu viel zu trinken und über alte Zeiten zu reden. Im Gegenteil. Er hatte sich auf eine lustige Zeit mit Klaas gefreut, dem er so viel zu erzählen hatte und am Ende würde er doch wieder schweigen.

In den letzten Wochen, vielleicht auch Monaten, hatte er sich sehr an Klaas‘ Nähe gewöhnt und sich irgendwie auch immer mehr danach gesehnt. Ihre privaten Treffen waren aus unerklärlichen Gründen mehr geworden, Klaas schrieb ihm unnütze Whatsapp-Nachrichten und Jokos viele Umarmungen schienen ihn nicht mehr zu stören.

Es war seltsam, aber Joko freute es sehr, dass Klaas nicht mehr nach drei Sekunden Körperkontakt wieder das Weite suchte. Er genoss es, mit Klaas Zeit zu verbringen und wünschte sich an manchen Tagen, dass er nach einem Besuch einfach bei ihm bleiben und nie wieder gehen würde.

„Klaas“, sagte Joko sanft und wartete darauf, dass er ihn ansah, bis er weitersprach. „Nur wir beide, okay? Keine anderen Kumpels, keine nervigen Leute. Deal?“

Klaas antwortete nicht, sondern ging zur Garderobe und begann seufzend damit, sich seine Stiefel anzuziehen.

Joko lächelte erleichtert, während Klaas mit Schal, Mütze und Handschuhen kämpfte und immer noch nicht hundertprozentig mit seiner Entscheidung zufrieden zu sein schien.

„Och Mensch, Joko. Draußen ist es arschkalt“, protestierte er noch einmal halbherzig, als er dick eingepackt durch den Flur stapfte.

„Deswegen bist du ja warm angezogen“, entgegnete Joko und öffnete die große Haustür. „Außerdem trinken wir doch gleich ‘nen Glühwein oder so. Dann wird dir warm.“

Joko schob Klaas aus der Haustür in den Schnee hinaus und legte einen Arm um ihn, während er in die verschneite Landschaft blickte.

Die letzten zwei Tage hatte es geschneit, als gäbe es kein Morgen mehr. Der Schnee lag mehrere Zentimeter hoch und es war immer noch keine Aussicht auf Besserung.

Kleine weiße Flöckchen tanzten auch an diesem Abend wieder durch die Dunkelheit und wurden nur von den trüben Lichtern der Straßenlaternen erhellt.

„Ich hab meine Kippen oben vergessen“, jaulte Klaas kraftlos, während Joko die Tür hinter sich ins Schloss zog.

„Dann wirst du einen Abend ohne sie auskommen müssen“, erwiderte Joko bestimmt und legte eine Hand in Klaas‘ Kreuz, um ihn daran zu hindern, umzukehren.

„Und wie weit ist das jetzt weg?“, nörgelte Klaas und verschränkte fröstelnd die Arme vor seiner Brust, während er widerwillig neben Joko durch den Schnee stiefelte.

Joko, dessen Hand jetzt auf Klaas‘ Schulter ruhte, schnaubte amüsiert über seinen Missmut und sah ihm aufmunternd in die Augen.

„Nur ein paar Minuten; reg‘ dich ab“, antwortete er und zog Klaas näher an sich, der sich grummelnd aus der Umarmung entwand und Joko tadelnd ansah, aber keinen Abstand zwischen sie brachte.

„Na denn…“, murmelte Klaas und wischte sich eine Schneeflocke aus dem Gesicht, die sich in seinen Wimpern verfangen hatte.

Joko grinste in sich hinein.

Klaas benahm sich genauso wie immer und mittlerweile konnte Joko beinahe von sich behaupten, hinter seine Fassade zu blicken. Meistens bemerkte er, wann Klaas traurig war, obwohl er es nicht zeigte und erkannte auch, wenn Klaas von etwas enttäuscht war oder sich unwohl fühlte. Joko wusste auch, wann Klaas glücklich oder zufrieden über etwas war und er konnte gerade mit ziemlicher Gewissheit sagen, dass sein Freund von der ganzen Situation nicht halb so angepisst war, wie er vorgab, es zu sein.

Joko war froh, dass er Klaas dieses Jahr an seiner Seite hatte und mit ihm die Festtage verbringen würde. Was ihn an dieser Tatsache so erfreute, konnte er nicht sagen. Er genoss es, Zeit mit ihm zu verbringen und immer wenn Klaas lachte, breitete sich in Joko so ein seltsames Gefühl der Wärme aus, das er nicht zuordnen konnte.

Nach einem etwa fünf Minuten langen und schweigend verlaufendem Fußmarsch bogen sie um eine Häuserecke und konnten am Ende der Straße die warmen Lichter der kleinen hölzernen Buden sehen, die weihnachtlich geschmückt auf dem Marktplatz standen.

Inmitten dieser kleinen Häuschen prangte ein riesiger Tannenbaum, der mit vielen Lichterketten festlich geschmückt worden war.

„So!“, meinte Joko, als sie vor dem Getränkestand angelangt waren und grinste. „Bock auf Glühwein?“

„Wie wär’s denn mal mit Inges hausgemachtem Eierpunsch?“, las Klaas frotzelnd das Schild, das an der Bude hing, vor.

„Von mir aus auch das“, bestätigte Joko und bat eine ältere, etwas rundliche Frau, ihnen zwei Gläser Eierpunsch mit Sahne zu bringen.

Joko bezahlte und bedankte sich, als sie ihnen den Punsch auf den Tresen stellte und nahm die Becher entgegen. Einen reichte er an Klaas weiter, den anderen behielt er selbst und schnupperte vorsichtig daran.

„Ey Klaas. Ich hab so’n Zeug noch nie getrunken“, beschwerte er sich, als er feststellte, dass das Zeug verdächtig nach Eierlikör roch. Joko hasste dieses Zeug wie die Pest und wünschte sich, er hätte einfach einen verdammten Glühwein für sich bestellt.

„Ist da Eierlikör drin?“, fragte er Klaas vorsichtshalber und sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an.

Klaas grinste verstohlen und schüttelte vehement den Kopf. Aber in seinen Augen funkelte der Schalk. „Nee!“, meinte er und nahm selbst einen Schluck. „Jetzt trink mal. Is‘ lecker“,

Joko glaubte Klaas kein Stück. Hundertprozentig war in dem Zeug Eierlikör drin, so wie Klaas ihn ansah. Trotzdem – und mit einem skeptischen Blick in Richtung Klaas – setzte er den Becher warum auch immer an die Lippen und trank.

Keine Sekunde später spuckte er den Punsch zurück in die Tasse und verzog angeekelt das Gesicht.

„Bäääh!“, krächzte Joko und würgte, „Wah, da ist ja doch Eierlikör drin. Oh, Klaas, du bist so ein blödes Arsch, echt.“

Klaas konnte sich derweil vor Lachen kaum gerade halten und zeigte gackernd mit seinem Finger auf Joko, der röchelnd versuchte, den ekeligen Geschmack in seinem Mund loszuwerden.

„Jetzt hab dich nicht so“, entgegnete Klaas lachend und klopfte Joko aufmunternd auf die Schulter, wobei er mühsam nach Luft schnappte.

„Du bist so blöd, ey“, meinte Joko hustend, während Klaas sich langsam wieder von seinem Lachanfall erholte.

„Mh? Jetzt stell dich mal nicht so an“, griente Klaas und zog Joko an sich. „Ist doch nicht so schlimm.“

„Du mich auch“, entgegnete Joko, der seine Tasse zurück auf den Tresen stellte und sich schnell einen Glühwein bestellte. Während er auf sein neues Getränk wartete, schielte er zu Klaas, der immer noch leise lachte.

Joko schmunzelte; sie konnten einfach nicht anders, als sich ständig gegenseitig auf die Schippe zu nehmen und einander zu verarschen, während sie sich über das Elend des anderen lustig machten. Böse waren sie sich deswegen meistens nicht.

„Echt, Klaas“, grinste Joko, als er dankbar den Glühwein entgegennahm, „du bist wirklich ‘n mieses Schwein.“

„Hast du was anderes erwartet, wenn du mich mit auf einen Weihnachtsmarkt schleppst, der nicht mal aus fünf Ständen besteht?“, meinte Klaas und verzog den linken Mundwinkel zu einem süffisanten Lächeln.

„Ja, okay, ist nicht gerade der Christkindlesmarkt… Aber es ist gemütlich“, erwiderte Joko gespielt beleidigt und nippte am Glühwein; dankbar, endlich nicht mehr diesen widerlichen Eierlikör schmecken zu müssen.

„Ach Wintimaus, war doch nur Spaß, ne? Du bist doch mein kleiner Räuber!“, feixte Klaas und schlang aufmunternd seinen Arm um Jokos Hüfte, um ihn an sich zu drücken.

Als er Klaas‘ Hand bemerkte, die sich um ihn geschlungen hatte und ihn festhielt, wurde Joko schlagartig ganz heiß. Ihm lief ein leichter Schauer über den Rücken, als er Klaas‘ warmen Atem an seinem Ohr spürte und ihn am Hals kitzelte.

„Ich spendier‘ uns gleich ‘nen Lumumba und dann verdrücken wir uns?“, nuschelte Klaas in Jokos Ohr und grinste ihn mit leuchtenden Augen an.

„Deal“, antwortete Joko, dessen Hirn sich gerade in Pudding verwandelt hatte und schlang ebenfalls einen Arm um Klaas. „Ich bin froh, dass du hier bist.“

Joko konnte sich nicht erklären, woher die plötzliche Rührseligkeit kam. Er schob es mit einem Achselzucken auf den widerlichen Eierpunsch, der seine ganzen Gedanken durcheinander gerüttelt hatte.

„Ja“, krächzte Klaas und räusperte sich geräuschvoll. „Nu‘ is‘ aber genug mit der Gefühlsduselei, ‘ne?“

Joko grinste grenzdebil und nickte stumm.

„Aber vor dem Lumumba brauch ich noch ‘ne Bratwurst und ‘n Glühwein“, bestimmte Joko, der seine Tasse mittlerweile ausgetrunken hatte.

Klaas schloss sich dem an und wenige Minuten später standen sie kauend vor einer kleinen Feuerstellte und prosteten sich lächelnd mit ihren Bechern mit dampfend heißer Flüssigkeit zu.

Ein bis zwei Stunden und mehrere Glühweine später, schaffte Klaas es endlich, zwei Tassen mit Lumumba zu bestellen und Joko davon zu überzeugen, den völlig überfüllten Marktplatz endlich zu verlassen.

Der Abend war tatsächlich sehr schön gewesen und sie hatten sich wirklich über alles Mögliche unterhalten. Ein paar von Jokos alten Freunden hatten sie begrüßt, mit ihnen Blödsinn gemacht und waren nach und nach wieder verschwunden.

Klaas hatte viel gelacht und es zu Jokos Missmut tatsächlich geschafft, sich eine halbe Packung Zigaretten zu schnorren. Es waren nur noch wenige Kippen in der Schachtel, als sie endlich aufbrachen; den Lumumba in der Hand.

Es hatte irgendwann an diesem Abend aufgehört zu schneien und die Wolkendecke war aufgebrochen. Jetzt, kurz vor Mitternacht, hatten sich auch die letzten kleinen Wölkchen verzogen, sodass Joko und Klaas in die sternklare Nacht hinaufblicken und den dunkelblauen Himmel bestaunen konnten.

Durch die fehlende Wolkendecke war es allerdings viel kälter geworden und Joko fröstelte, trotz des vielen Alkohols, der mittlerweile durch seine Blutbahn strömte. Er klammerte sich an seinen heißen Becher, während er neben Klaas durch den Schnee stapfte und ihn ansah.

Klaas wirkte im blassen Licht der Straßenlaternen irgendwie ein paar Jahre jünger und die vor Kälte leicht rosigen Wangen standen ihm gut, genau wie der penibel zurechtgestutzte Bart.

Joko konnte beinahe behaupten, dass Klaas richtig niedlich aussah, wie er dick eingemummelt neben ihm durch die Nacht wanderte und zaghaft an seinem heißen Kakao mit Rum nippte.

Klaas leckte sich den Rest Sahne von den Lippen und richtete seinen Blick auf Joko, der wie versteinert auf dessen Lippen starrte und schluckte.

Verdammt, aus dem niedlich war gerade irgendwie ein attraktiv geworden.

„Is‘ was?“, fragte Klaas und musterte Joko aus seinen blauen Augen heraus. Sie wirkten dank des vielen Alkohols etwas glasig, aber immer noch wach und stechend. Auch Klaas hatte mehr als nur drei Glühwein getrunken und definitiv viel zu tief ins Glas geschaut.

Joko zuckte bei Klaas‘ Worten ertappt zusammen und schüttelte schnell aber bestimmt den Kopf.

„Nee. Was sollte sein?“, fragte er schnell und schaute zur Seite, um Klaas‘ Blick auszuweichen. Mein Gott, er benahm sich wie ein pubertierender Jugendlicher, der seine eigenen Gefühle nicht unter Kontrolle hatte.

Seit wann fand er Klaas eigentlich anziehend und – vor allem – warum? Und wieso störte ihn diese Tatsache nicht?

Klaas zuckte nur mit den Schultern. „Na dann…“, murmelte er und trank seinen Lumumba aus. Den Plastikbecher warf er in einen Mülleimer am Wegesrand. Joko tat es ihm gleich.

Kurz bevor sie an Jokos Elternhaus angekommen waren, schaute Klaas hinauf in den Nachthimmel. Die Straßenlaternen waren mittlerweile ausgeschaltet und nur das fahle Licht des Halbmonds und das der Sterne leuchtete ihnen den Weg.

„Schön, oder?“, fragte Joko, der neben Klaas stehengeblieben war und ebenfalls nach oben sah. „So viele Sterne sieht man nich‘ in Berlin. Die Stadt is‘ viel zu hell.“

Klaas nickte nur in stummer Zustimmung und sah sich am Himmelszelt um, wobei sich ein kleines Lächeln auf seine Lippen stahl.

Er sieht so zufrieden und entspannt aus, wie selten, fand Joko und war wieder einmal froh darüber, dass er mit ihm die Festtage verbringen konnte. Gleichzeitig konnte er die Gefühle, die Klaas betrafen und in letzter Zeit immer wieder in ihm hochstiegen, nicht erklären. Dieses große Glück und die Geborgenheit, wenn Klaas ihn umarmte; das Kribbeln im Bauch wenn er Joko anlächelte und die Sehnsucht, wenn sie sich länger als ein paar Tage nicht sahen.

„Kennst du die Sternbilder?“, wollte Klaas plötzlich aus dem Nichts heraus wissen und Joko brauchte einen Moment, um seine Gedanken zu sortieren und die Frage zu verarbeiten.

„Äh, nö. Ich find‘ nicht mal den Polarstern“, entgegnete Joko schniefend und zog den Wintermantel enger um sich herum. Es war echt verdammt kalt geworden in den letzten paar Stunden und eigentlich würde er sich jetzt gerne in sein Bett kuscheln, anstatt vor der Haustür zu erfrieren.

Klaas stecke sich indes eine Zigarette an und brauchte dafür mehrere Anläufe, weil das Feuerzeug nicht sofort zündete. Erst beim vierten Versuch glühte die Kippe endlich auf und er inhalierte gierig das Nikotin, wobei sein Blick wieder nach oben wanderte.

Joko stand neben ihm, schaute ihm stumm beim Rauchen zu und wünschte sich, trotz der Kälte und des Qualms, dass dieser Moment nie enden würde. Klaas lächelte geruhsam, als würde er sich an etwas erinnern, was sehr lang zurücklag, aber dessen Bilder trotzdem noch klar und leuchtend in seinen Erinnerungen verankert waren.

„Das da“, sagte Klaas nach einer Weile und hob die Hand, zwischen dessen Zeige- und Ringfinger die Zigarette klemmte, gen Himmel. Er deutete auf vier Sterne, die trapezförmig angeordnet waren.

„Das ist der große Wagen. Die drei Sterne, die vom linken unteren Stern ausgehen, gehören auch noch dazu und bilden die Deichsel“, erklärte Klaas und zeigte Joko, welche leuchtenden Punkte noch mit zu dem Sternbild gehörten.

Joko hörte gespannt zu und rückte näher an Klaas heran, um besser verfolgen zu können, auf welche Sterne er zeigte und mit imaginären Linien verband.

„Wenn du jetzt die hintere Kante des Wagens betrachtest und sie in etwa fünf Mal nach links verlängerst, findest du den Polarstern“, fuhr Klaas fort und wanderte mit der glühenden Zigarette von einem Stern zum nächsten.

„Der da?“, fragte Joko ungläubig und zeigte auf einen unscheinbaren, nicht unbedingt hellen Stern, der ungefähr auf Klaas‘ Beschreibung zutraf.

„Ja, genau“, lächelte Klaas und sah Joko in die Augen. „So findest du den Stern immer; zu jeder Jahreszeit. Der steht immer im Norden. Und außerdem gehört er zum Sternbild Kleiner Wagen. Er bildet die Spitze der Deichsel.“

Joko grinste stolz, weil er den richtigen Stern gefunden hatte und legte einen Arm um Klaas. Wenn es nach ihm ging, könnte er ewig so neben ihm stehen bleiben und in den Himmel starren.

„Links vom kleinen Wagen findest du fünf Sterne, die in etwa so aussehen, wie ein Haus. Das ist Kepheus. Und die fünf Sterne darüber, die einen an ein verunglücktes W erinnern, gehören zum Sternbild Kassiopeia, die Frau von Kepheus und die Mutter der Andromeda.“

Klaas schien sich wirklich damit auszukennen und hatte sichtlich Spaß daran, Joko den Nachthimmel über Mönchengladbach zu erklären. Joko war fasziniert von Klaas‘ Wissen über den Nachthimmel, von dem er nichts geahnt hatte. Klaas hatte nie erwähnt, dass er sich für Astronomie interessierte.

„Links davon, dieses riesengroße Gebilde aus den vier fast im Quadrat angeordneten Sternen und ein paar anderen drum herum ist Pegasus“, meinte Klaas und zog an seiner Zigarette, die beinahe schon komplett heruntergebrannt war. „Diese Sternbilder kann man fast das ganze Jahr über am Himmel betrachten. Am schönsten sind aber eigentlich die, die man nur im Winter sieht.“

„Das wechselt?“, fragte Joko verwirrt. Ihm war bisher nie aufgefallen, dass sich die wirren Gebilde aus kleinen Lichtpunkten über das Jahr hinweg veränderten. Für ihn hatte bis dato alles gleich ausgesehen.

Klaas lachte leise und Jokos Herz hüpfte kurz. „Ja, das wechselt. Die schönsten Sternbilder des Winters findet man übrigens, wenn man das Wintersechseck sucht. Das wird aus den hellsten Sternen gebildet, die sich gerade so im Südosten in Horizontnähe befinden.“

Wo zur Hölle ist Südosten?, dachte Joko verzweifelt und sah sich um. Moment, wenn der Polarstern im Norden ist, dann ist… da Südost. Er drehte sich ein wenig, ohne Klaas loszulassen und fand schließlich ein paar helle Sterne.

„Gehören die dazu?“, fragte er und zeigte Klaas, welche Lichtpunkte er meinte.

„Ja, sehr gut“, freute sich Klaas und ließ den Zigarettenstummel fallen. Er griff nach Jokos Hand und führte dessen Zeigefinger an einer imaginären Linie den Nachthimmel entlang.

„Sirius“, sagte er und deutete auf den hellsten Stern. „Rigel, Aldebaran, Kapella, Kastor, Pollux und Prokyon. Die hellsten Sterne am winterlichen Himmel; sie bilden das Sechseck.“

„Aber…“, widersprach Joko und zählte im Kopf noch einmal nach. „Das sind für mich sieben Sterne.“

Klaas lachte heiser. „Ja. Frag mich nicht, wieso, aber Kastor und Pollux werden als ein Punkt gezählt. Vielleicht, weil sie zum selben Sternbild gehören.“ Er ließ Jokos Hand nicht los, sondern führte sie wieder in die Höhe, sodass die ausgestreckten Finger auf die beiden eng nebeneinander liegenden Sterne zeigten.

„Das ist das Sternbild Zwilling. Prokyon und Sirius gehören zum kleinen und großen Hund und Rigel – der sechzig Mal größer ist, als unsere Sonne – findet sich im Sternbild des Orion wieder“, erzählte Klaas. „Übrigens das schönste, wie ich finde. Und sehr auffällig. Neben dem blau leuchtenden Rigel gehört auch der rote Überriese Beteigeuze dazu. Besonders kennzeichnend am Orion ist übrigens der Gürtel, der aus drei in einer Reihe liegenden Sternen besteht. Da, siehst du?“

Klaas führte Jokos Finger zu den drei Gürtelsternen. „Daran erkennst du den Himmelsjäger immer. Und wenn du genau hinsiehst, findest du etwas unterhalb vom Gürtel so einen verschwommenen Fleck – das ist der Orionnebel. Darin befindet sich übrigens auch der fast jedem bekannte Pferdekopfnebel.“

„Wahnsinn“, flüsterte Joko, der sich nie mit der Materie auseinandergesetzt hatte und strahlte Klaas an. „Das ist wirklich schön.“

Ein Lächeln umspielte Klaas‘ Lippen und er sah Joko zufrieden an. Sein Gesicht war ganz nah, sodass Joko den warmen Atem auf seinem Gesicht spüren konnte, von wo aus sich ein wohliges Schauer über seinen Körper ausbreitete.

Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen, und Joko wünschte sich, dass die Welt sich jetzt einfach nicht weiterdrehte. Er wollte Klaas immer so nah bei sich wissen und diese einsame, wohlige Stille mit ihm für immer bewahren.

„Kapella“, krächzte Klaas irgendwann heiser und wandte seinen Blick wieder gen Himmel, „gehört zum Fuhrmann und der Aldebaran zum Stier–“

„Äh, Moment mal. Zwilling und Stier? Wie die Sternzeichen?“, wollte Joko wissen und unterbrach damit Klaas‘ Erklärung.

„Ja? Was denkst du denn, woher die Bezeichnung sonst kommt?“, entgegnete Klaas grinsend und schüttelte lachend den Kopf. „Mann, Wintimaus. Manchmal frag‘ ich mich echt, wer von uns beiden Abi gemacht hat.“

Joko zog gespielt beleidigt einen Flunsch und verschränkte die Arme vor der Brust. „Meine Intelligenz hat nichts mit meinem Wissen über Sternbilder zu tun.“

„Doch. Beides ist nicht vorhanden“, lachte Klaas lauthals und brachte schnell ein paar Meter zwischen sich und seinen Freund, weil Joko schon im Begriff war, aus dem Schnee vor seinen Füßen Kugeln zu formen.

„Na warte, Hase. Dafür bezahlst du!“, rief Joko und warf den ersten Schneeball in Richtung Klaas, der jedoch meilenweit neben ihm im Nichts der Dunkelheit landete.

„Das will ich sehen“, gackerte Klaas und warf seinerseits einen Schneeball, der allerdings auch nicht das anvisierte Ziel traf.

„Haha!“, grinste Joko hämisch und zeigte mit dem Finger auf Klaas, der bereits versuchte, seinen nächsten Ball zu formen. Aufgrund der tiefen Temperaturen hielt der Schnee allerdings kaum zusammen und fiel auseinander, bevor er Joko erreichte.

Joko nahm indes einfach einen Haufen Schnee in seine Hand, rannte stolpernd auf Klaas zu und schmiss ihm das feine weiße Pulver lachend ins Gesicht.

„Pffff“, spuckte Klaas den Schnee aus dem Mund und wischte sich die Flocken aus den Augen. „Du bist so ein Arsch, Winterscheidt!“

Er griff seinerseits mit einer Hand in den Schnee, mit der anderen bekam er Joko gerade noch am Schlafittchen zu packen, aber stolperte ungeschickt über seine eigenen Füße. Im Fallen steckte er Joko noch schnell den Batzen unter den Pullover und sah zu, wie Joko vor Schreck ebenfalls das Gleichgewicht verlor.

„Aaaah!“, grunzte Joko, während er zu Boden ging und versuchte verzweifelt, sich vom langsam schmelzenden Schnee auf seinem Rücken zu befreien. „Boah Klaas, das war echt unverhältnismäßig!“

„Hallo? Du Pflaume hast mich eingeseift!“, protestierte Klaas und warf demonstrativ noch einen krümeligen Schneeball nach Joko, der immer noch mit den kalten Rinnsalen kämpfte, die seinen Rücken herab liefen.

„Du hast mich beleidigt“, verteidigte sich Joko empört und fegte ebenfalls mit der Hand durch den Schnee, sodass das feine weiße Pulver in Klaas‘ Gesicht flog und sich in seinen Haaren verfing, weil er die Mütze schon längst verloren hatte.

Klaas ließ den Angriff nicht auf sich sitzen, sondern ging zur Gegenwehr über. Er stürzte sich auf Joko, drückte ihn in den kalten Schnee und versuchte, die Oberhand zu gewinnen.

Beide lachten laut, während sie miteinander rangen und gaben nach einigen erfolglosen Versuchen auf, dem anderen die eigene – nicht vorhandene – Stärke zu demonstrieren.

Keuchend sanken sie in den Schnee und starrten, dicht nebeneinander liegend, in den Nachthimmel hinauf. Jokos Blick fiel auf Klaas, dessen blaue Augen fast schwarz schimmerten.

In Jokos Bauch breitete sich eine wohlige Wärme aus, als Klaas ebenfalls den Kopf drehte und ihn lange ansah.

„Danke“, hauchte Klaas kaum hörbar und lächelte.

„Wofür?“

„Dass ich mit hierher kommen durfte“, erklärte Klaas und drehte sich halb auf die Seite, um Joko eine Schneeflocke von der Nase zu wischen und seinen Pony zu richten.

„Gern“, krächzte Joko heiser, dem plötzlich gar nicht mehr kalt war, obwohl er mit durchnässten Klamotten im eisigen Schnee lag. Er fühlte Klaas‘ warme Hand, die auf seiner Wange ruhte und sah ihn unsicher an.

Der Moment flog und trotzdem schien die Zeit gleichzeitig still zu stehen, während Joko ganz langsam und vorsichtig näher an das Gesicht von Klaas heranrückte. Klaas erwiderte die Geste ebenso bedächtig und als ihm die Augenlider flatternd zufielen, schloss Joko behutsam den Abstand zwischen ihnen, bis sich ihre Lippen sacht berührten.

Der zärtliche Kuss löste ein Feuerwerk in Jokos Bauch aus und sein Verstand verabschiedete sich ins Nirwana. Er dachte noch, dass er dieses Gefühl der Geborgenheit und vollständigen Zufriedenheit schon lange vermisst hatte, dann konzentrierte er sich nur noch auf die weichen Lippen von Klaas, die sich sanft gegen seine bewegten.

Die Bartstoppeln an seinem Kinn kratzten leicht über Jokos Haut, aber er störte sich nicht daran, sondern legte seine Hand in Klaas‘ Nacken und zog ihn noch ein Stückchen weiter zu sich.

Klaas unterbrach nach einer Weile den Kuss, lehnte seine Stirn gegen Jokos und lächelte warmherzig.

„Wollen wir…“, begann er heiser und räusperte sich vorsichtig. „Wollen wir das vielleicht auf drinnen verschieben? Du holst dir doch sonst den Tod.“

„Ich?“, entgegnete Joko empört und grinste. „Ich glaube, du verwechselst uns beide da, Hase.“

„Niemals“, gab Klaas feixend zurück und kämpfte sich auf die Füße, woraufhin er Joko die Hand hinhielt, um ihn hochzuziehen. Doch entgegen Jokos Annahme ließ er danach seine Hand nicht los, sondern hielt sie fest.

„Es tut mir Leid“, flüsterte Klaas und Joko bemerkte, dass ihm diese Worte nicht leicht fielen. „Ich hab mich auf der gestrigen Fahrt und heute Morgen verhalten, wie ein Arsch. Ich wollte nicht allein sein über die Festtage, aber… Und naja, ich war… Ich – ich hatte nicht gedacht, dass du… ich…“

Joko lächelte versöhnlich und schüttelte den Kopf, um Klaas zu bestätigen, dass er nicht weiterreden musste, weil er ihn verstanden hatte. Anstatt Klaas eine Antwort auf seine Gestammel zu geben, legte er den Zeigefinger unter sein Kinn, um seinen Kopf leicht anzuheben. Dann küsste er Klaas noch einmal.

„Vergeben und vergessen“, murmelte Joko und sah Klaas durchdringend in die Augen. „Unter einer Bedingung.“

„Und die wäre?“, seufzte Klaas, der innerlich schon mit irgendeinem Schwachsinn zu rechnen schien.

„Du fährst morgen mit mir einen Tannenbaum kaufen“, erklärte Joko bestimmend und grinste selbstsicher.

„Ihr habt noch keinen?“, fragte Klaas ungläubig. „Morgen ist schon der Dreiundzwanzigste!“

„Ja, und? Wir kaufen unseren Baum immer erst auf den letzten Drücker“, erwiderte Joko, als wäre es das Normalste der Welt.

„Da gibt’s doch aber nur noch verkrüppelte oder fast kahle Dinger, die keiner mehr will“, widersprach Klaas und schüttelte den Kopf.

„Wir wollen die. Außerdem sind die nicht so hässlich. Du wirst schon sehen. Wir finden morgen die schönste Tanne, die man sich wünschen kann“, entgegnete Joko und versuchte, ernst zu bleiben, woran er scheiterte.

„Manchmal hast du echt ‘n Knall, Wintimaus“, grinste Klaas und griff nach Jokos Händen, um ihre Finger miteinander zu verschränken.

Sie sahen noch einmal hoch in den Himmel, wo die vielen Sterne funkelten wie Millionen kleiner Laternen. Joko drückte Klaas an sich und der Rest um sie herum verblasste im dunklen Blau der nächtlichen Schneelandschaft.
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Re: Der Rest verblasst im Blau [JoKla]

Beitragvon Ria » 15. Dez 2015, 20:04

Ich park meinen Kommentar auch hier noch mal hin, weil halt ;)

Sehr süße Story ist das geworden und kitschig fand ich das jetzt gar nicht so. Ich mochte die Szene wie sie zusammen Glühwein trinken und vorher den Eierpunsch, den Joko nicht mochte ;) Und ich mag die kleinen Andeutungen, dass Joko schon lange verliebt ist. Das ist süß.
Und ja, die Szene mit den Sternenbildern ist sehr großartig. Daas ist sehr bildhaft beschrieben wie sie da zusammen stehen und in den Himmel gucken und Klaas erklärt <3
Und auch die Schneeballschlacht und der Kuss sind sehr süß geworden. Ich find auch die Prompts gut umgesetzt, auch wenn der Weihnachtsbaum erst mal nur erwähnt wurde ;)
Wie gesagt, ich fand die Geschichte sehr niedlich und fluffig, sie hinterlässt ein gutes Gefühl nach dem lesen :) Und ich mags, dass da nach dem Kuss nicht das große Drama losbricht, sondern alles ganz einfach und selbstverständlich ist und sie sich einfach ein bisschen verarschen und alles klar ist zwischen ihnen für den Moment :)

Was ich ganz vergessen hatte: Ich finde, du triffst den Ton der beiden hier total gut. Auch, wie sie so miteinander umgehen. Oder wie touchy sie doch sind. So die Sachen, wo Joko Klaas umarmt zb, oder ganz deutlich und serh süß, als Klaas Jokos Hand nimmt, als sie die Sterne beobachten ^^
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Ria
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