Supernatural: Ernie und Bert oder so ähnlich (Castiel/Dean)

Supernatural: Ernie und Bert oder so ähnlich (Castiel/Dean)

Beitragvon velence » 31. Aug 2012, 23:46

Autor: Velence
Titel: Ernie und Bert oder so ähnlich
Inhalt: Castiel sucht Dean im Traum auf und bittet ihn, um Hilfe...
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Spoiler: 5.03 Free To Be You And Me, 6.10 Caged Heat
Teil: 1/1
Disclaimer: Alle in dieser Story verwendeten Charaktere und Grundkonzepte sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Sie werden einzig und allein zu Unterhaltungszwecken genutzt. Eine Copyright-Verletzung ist weder beabsichtigt noch impliziert.
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Castiel/Dean Winchester, Sam
Kink: Licht aus

In letzter Sekunde noch ein Beitrag von mir...





Dean saß aufrecht im Bett. Er fuhr sich durchs Haar und sah zu Sam hinüber, der noch schlummerte. Castiel hatte Dean im Traum besucht und ihn gebeten, schnell zu kommen. Er hatte ihm einen Zettel mit einer Adresse in die Hand gedrückt, dann war Dean abrupt aus seinem Traum hochgeschreckt.

Eine Gänsehaut überzog seinen Körper, als Dean daran dachte, dass Castiel in seinen Kopf eingedrungen war. Wieder einmal. Bevor Dean ihn hatte anmotzen können, war er aus seinem Traum herauskatapultiert worden. Eilig schlüpfte er in seine Jeans und Schuhe und warf seine Jacke über. Der Engel hatte ihn gebeten, allein zu kommen. Dean nahm sein Handy an sich, damit Sam ihn erreichen konnte, wenn er aufgewacht war.

Am dunklen Himmel zeigten sich helle Sterne, die innerhalb der großen Städte nicht zu sehen waren, während Dean mit dem Impala vom Parkplatz auf die Straße fuhr. Die Adresse des Motels, die Castiel ihm gegeben hatte, lag nur eine Viertel Stunde Fahrt entfernt; Sam und er hatten es anfangs sogar in Betracht gezogen, bis sie das Steakhaus in der Nähe des anderen Motels entdeckt hatten.

Auf den Straßen war nicht viel Verkehr. Dean konnte Gas geben, während er sich fragte, ob Castiel in Schwierigkeiten steckte. Der Engel hatte selbst im Traum ein wenig aufgekratzt gewirkt, was Dean ernsthaft beunruhigte. Er trat das Gaspedal durch und machte, dass er zum Motel kam.

Dort angekommen stellte Dean seinen Wagen hinter dem Gebäude ab. Durch eine Tür kam er in den Innenhof, der einen verdreckten Pool beherbergte. Er sah nach oben und versuchte die Nummern an den Türen im Halbdunkel der durch einen Bewegungsmelder ausgelösten Lampen zu erkennen. Etwa in der Mitte zu seiner linken im ersten Stock brannte das einzige Licht hinter der zugezogenen Gardine. Wahrscheinlich war das Castiel, dachte Dean, ging zur Treppe und nahm zwei Stufen auf einmal.

Als er vor der Tür stand, erkannte er die Nummer aus dem Traum. Er lauschte einen Moment – nichts Ungewöhnliches zu hören – , bevor er anklopfte und Castiels Namen rief. Dean war ziemlich überrascht, wie schnell die Tür aufflog. Eine kräftige Alkoholfahne wehte ihm von dem Engel entgegen. „Scheiße, Cas, hast du einen Schnapsladen überfallen?“

„Nicht überfallen“, gab Castiel zu. Seine Zunge tat sich ein wenig schwer, aber zumindest schien er ohne Probleme stehen zu können.

„Und deswegen bist du in meinem Kopf gewesen und hast mich aus meinem Schlaf gezerrt?“, fragte Dean leicht verärgert, schob Castiel ins Motelzimmer und schloss die Tür hinter sich. „Du solltest deinen Rausch ausschlafen und wir reden morgen darüber, wo der Schuh drückt.“

Castiel starrte an sich herunter. „Meine Schuhe sind völlig in Ordnung.“

„Cas, das sagt man nur so. Wir reden später über deine Probleme, wenn du einen klaren Kopf hast“, meinte Dean, als er ihm plötzlich die flackernden Bilder auf dem Fernseher, dessen Ton abgestellt war, auffielen. „Dude, du schaust dir Pornos an?“

„Ich habe mir ebenfalls Magazine geholt“, erwiderte den Engel und hob eines davon, die auf dem Bett verstreut lagen, hoch und zeigte es ihm: Busty Asian Beauties, eines von Deans Favoriten.

„Cas... Das letzte Mal hast du den ‚Pizzamann’ an Meg getestet. Pornos sind nicht das echte Leben.” Dean seufzte und Castiel ließ die Schultern hängen.

„Du wolltest mir helfen“, sagte der Engel bettelnd mit dem besten Welpenblick, den er aufbieten konnte.

Dean erinnerte sich gut an die Nacht vor mehr als einem Jahr, als er Castiel aus der Nase gezogen hatte, dass er noch Jungfrau war und er mit ihm ein Striplokal inklusive Bordell aufgesucht hatte – allerdings wenig erfolgreich.

„Ja...“, gab Dean zu.

Castiel schien nur darauf gewartet zu haben. Er überbrückte die Lücke zwischen ihnen und küsste Dean, ehe der etwas sagen oder tun konnte. Mit einer Hand fuhr er durch Deans Haar und strich durch die kurz geschorenen Haare im Nacken. Deans Lippen waren weich wie Megs, er war jedoch völlig perplex und passiv im Gegensatz zu der Dämonin. Seine Bartstoppeln kratzten Castiel an Wange und Kinn, während er seine Lippen über Deans Mund leidenschaftlich schloss.

„Fuck!“, rief Dean, nachdem er sich losgemacht hatte. Der Engel schmeckte wie eine durcheinander gewürfelte Bar, während er schmerzlich nüchtern war. Er konnte dabei zusehen, wie sich Castiels Wagen rot färbten. „Du musst nicht immer alles wortwörtlich nehmen.“ Er berührte seine Lippen mit den Fingern. „Verdammt, du hättest mir wenigstens etwas Alkohol mitbringen können.“

„Okay.“ Mit einem Federflattern war der Engel verschwunden und ließ einen verdatterten Dean zurück. Mit einer Hand rieb der sich über den offenen Mund und überlegte, ob er abhauen sollte. Es führte kein Weg daran vorbei, dass Dean Castiel attraktiv fand, dennoch war er weit, weit unter der Würde eines Engels. Dean wäre niemals gut genug für Castiel, er machte nur alles kaputt machen. Dean hatte manchmal Gefühl, dass seine bloße Existenz Menschen in Gefahr brachte.

Aber verdammt, ein Engel hatte bestimmt noch nie so gut ausgesehen. Zum Glück – oder zu seinem Pech – war Castiel nicht wie die kleinen, pummeligen, geschlechtslosen Engel auf Michelangelos Gemälden. Und das Küssen hatte er sich nicht einmal schlecht abgeschaut.

Dean versuchte, an große Brüste, duftende Haare und runde Hüften zu denken. Er brauchte Sex, schoss ihm durch den Kopf, während er mit seiner aufsteigenden Lust kämpfte. Es war schon zu lange her, dass er mit einer Frau geschlafen hatte. Dass er überhaupt mit irgendjemandem geschlafen hatte. Dean war Casanova im Vergleich zu seinem Mönchsbruder Sam. Er hatte einen Ruf zu verteidigen.

Castiels Kuss mit Meg war Dean eine ganze Weile nicht aus dem Kopf gegangen. Wenn Meg nicht den ersten Schritt gemacht hätte, hätte Castiel sie wohl kaum zurück geküsst, dennoch hatte der Kuss Dean gewurmt. Es machte ihn jetzt noch grantig, wenn er daran dachte. Ausgerechnet Meg.

Dean griff die Fernbedienung vom Bett und sah sich an, welchen schmutzigen Film sich der Engel angesehen hatte. Er bekam fast einen Herzinfarkt, als Castiel plötzlich mit beiden Armen voller Flaschen wieder aus dem Nichts direkt vor ihm erschien.

„Heilige Scheiße“, fluchte Dean erschreckt und ließ die Fernbedienung fallen. Er wünschte, sein Repertoire an Flüchen wäre weniger blasphemisch. „Persönlicher Freiraum, Cas.“

„Entschuldigung.“ Castiel trat zurück und stellte alle Flaschen auf dem Tisch ab.

„Ich glaube, das ist keine gute Idee“, meinte Dean, nahm sich eine Whiskeyflasche und betrachtete das Etikett.

„Warum nicht? Ich habe gesehen, dass... auch Männer miteinander... kopulieren können.” Castiel wurde hochrot und versuchte, Dean nicht anzusehen.

Dean hob die freie Hand. „Woah, Cas, du hast dich informiert.“ Daraufhin nahm er erst mal einen großen Schluck Whiskey.

„Der Pizzamann ist ein guter Lehrer.“

Dean schüttelte den Kopf.

„Zeig es mir. Bitte.“ Castiel streifte mit beiden Händen seinen Trenchcoat über die Schultern und ließ ihn zu Boden gleiten. „Ich vertraue dir.“

Es gab etwas wie einen Funken, der auf Dean übersprang, sobald Castiel in seiner Nähe war. Selbst in der Gegenwart anderer oder unter Zeitdruck hatte Castiel stets einen langen, sehnsüchtigen Blick für ihn übrig, der Dean weiche Knie bescherte.

Gott, Dean wollte ihn wirklich.

Er starrte den Mantel an, den er zu hundertprozentig mit Castiel verband, dass es fast ein wenig irritierend war, ihn ohne zu sehen. Er streckte seine Hand aus, nahm Castiels Krawatte auf und ließ sie ein Stück durch seine Finger laufen. Auf den Wangen des Engels glühte immer noch süßer Schatten von Röte.

Dean holte ihn an der Krawatte wie einen Fisch an der Angel ein, während er den Augenkontakt mit Castiel hielt. Dann blickte er auf Castiels Lippen und fuhr sich unbewusst mit der Zunge über seine eigenen, bevor er ihn küsste. Dean legte eine Hand an Castiels Taille, schob sie weiter auf Castiels Rücken und presste ihre Körper gegeneinander. Mit beiden Armen hielt Dean ihn fest umschlungen.

Castiel ließ es dieses Mal zurückhaltender mit sich geschehen, als wolle er es genießen, von Dean erobert zu werden. Erst als sich Deans Zunge vorwagte, imitierte er ihn und ihre Zungen trafen sich zu einem aufreibenden Kampf.

Dean keuchte erregt in Castiels Mund. Als er den Kuss unterbrach, um Luft zu schnappen, sah Dean ihn an. Er sprach keinen Gedanken, der ihm durch den Kopf ging, aus. Er wollte nicht, dass Castiel irgendetwas bereute, aber seine eigene Erregung hielt ihn davon ab, irgendetwas zu sagen, damit Castiel es sich nicht anders überlegte.

„Mir gefällt Küssen“, sagte den Engel.

„Und trinken, würde ich behaupten“, meinte Dean mit einem schiefen Lächeln. Er war nervös. Es war falsch und es war verstörend und es machte ihn an. Es machte ihn total an.

Castiel nickte. „Ja.“

Langsam öffnete Dean den Knoten der Krawatte und ließ sie offen um Castiels Hals hängen. Danach nahm er sich eins nach dem anderen die Knöpfe seines Hemds vor.

Er hatte Castiel schon halbnackt gesehen, doch diesmal durfte er seinen Blick auf Castiels nackter Brust ruhen lassen und ihn anfassen. Aus dem Augenwinkel sah er Bilder auf dem TV flackern. Er sammelte die Fernbedienung vom Boden auf und schaltete den Fernseher ab. „Was hast du dir noch von dem Pizzamann abgeschaut?“, scherzte er und hörte das Herzklopfen in seiner Stimme. Dean fühlte sich ein wenig wie ein Teenager beim ersten Mal, nicht wie ein Womanzier, der es schon etliche Male getan hatte, weil es dieses Mal anders war. Mit Castiel.

„Der Babysitter hat das gemacht.“ Castiel griff beherzt in Deans Schritt, was diesen aufkeuchen ließ. Mit seiner Hand fühlte er Deans Hoden nach, knetete sie leicht. Dean legte seine Hand über Castiels und gemeinsam rieben sie seine wachsende Erektion durch den Jeansstoff.

„Cassss“, japste Dean. „Fuck. Ich bin so geil.“

Castiel schluckte aufgewühlt. Seine Wangen glühten, aber er war begierig, weiterzumachen. Dean öffnete Castiels Hose und schob diese und den Slip bis in seine Kniekehlen. Der Engel sog scharf die Luft ein, als Dean Castiels halbharter Penis entgegen kam. Da Dean schon fast in der Hocke war, umfasste er den Schaft mit einer Hand und pumpte, während er zu Castiel hinaufsah, der sich auf die Unterlippe gebissen hatte.

Sein Blick blieb fest auf Castiel. Mit der anderen Hand berührte er Castiels Hoden und rollte sie gemächlich in der Hand umher. Man konnte sehen, wie der Engel die Lippen zusammenpresste. Dean gierte danach, ihn endlich stöhnen zu hören, aber er tat ihm den Gefallen nicht. Sobald Castiel hart war, ließ er von seinem Penis ab, kam hoch und küsste ihn leidenschaftlich. Castiel erwiderte den Kuss gleichermaßen.

„Zieh die Schuhe aus“, verlangte Dean zwischen Küssen und nahm Castiels Po in beiden Hände, während der Engel versuchte, seine Schuhe, Hose und Unterwäsche abzustreifen. Als das geschafft war, dirigierte Dean ihn zum Bett und ließ ihn sich darauf legen. Er lachte, als er die ganzen pornografische Magazine von der Decke wischte. Castiel hatte sich scheinbar weitreichend informiert.

„Mann, Cas, du hast dich ordentlich eingedeckt“, lachte Dean.

„Da ist noch mehr“, sagte Castiel und deutete auf die rechte Bettseite.

Dean entdeckte zwei Tüten, in die er einen kurzen Blick warf. „Dude, du hast mehr als nur einen Schnapsladen überfallen!“ Castiel hatte offensichtlich groß eingekauft.

„Ich wusste nicht, was... Der Mann in dem Geschäft war sehr hilfsbereit.“

Dean lachte. Er konnte sich den Engel nur mit tausend skurrilen Fragen und aufgewühlt stammelnd im Sexshop vorstellen.

Castiel war umwerfend. Dean wunderte sich, wie er es geschafft hatte, dass Castiel vor ihm nackt, betrunken und entblößt lag, während er noch alle Klamotten trug. Wie in Zeitlupe zog er sein T-Shirt über den Kopf aus und genoss die bewundernden Blicke des Engels.

„Kannst du das Licht ausmachen?“, fragte Castiel, der sich plötzlich unter Deans voller Aufmerksamkeit sprichwörtlich als auch wortwörtlich nackt fühlte. Dean tat ihm den Gefallen, im schummrigen Licht der Nachttischlampe fühlte der Engel sich wohler.

Trotzdem schlug Castiels Herz bis in den Hals, als Dean sich komplett ausgezogen hatte und er erwartete, dass es wie in den Filmen gleich richtig zur Sache ging. Aber Dean ließ sich Zeit, krabbelte genüsslich über Castiels Beine aufs Bett und beugte sich über ihn, um ihn zu erneut zu küssen und mit seinen Händen seine Brust zu streicheln.

Mit einer Hand tastend löschte Castiel schließlich auch die Nachttischlampe, jetzt fiel nur noch fahles Mondlicht zwischen den Vorhängen hindurch. Mutig ließ der Engel seine Hände über Deans Taille gleiten. Er legte seine Hand auf das Brandmahl auf Deans Schulter und spürte, was sie verband. Das Fühlen mit seinen Händen hatte unerwartet durch die Dunkelheit eine neue Dimension angenommen.

Am Küssen hatte Castiel großen Gefallen gefunden. Er hätte nichts dagegen, die Nacht einfach damit im Bett zu verbringen; zudem lenkte es Castiel von seiner Panik, die langsam, aber sicher in ihm aufstieg, ab. Der Kontrollverlust stand kurz bevor, als Dean tiefer ging, mit seiner Zunge spielerisch um Castiels linke Brustwarze fuhr und schließlich daran saugte. In dem Moment hörte Dean ihn schwer ein- und ausatmen. Mit seinen Händen fuhr er in Kreisen über die Brust des Engels, bevor er ihn wieder auf den Mund küsste.

„Cas“, sagte Dean und starrte ihn an.

„Wir haben Sex?“, fragte Castiel kribbelig. Er war gerade so weit betrunken, dass er sich gut fühlte, aber nicht so stark, dass er davon müde war.

„Äh… du weißt schon, Bibel, Sünde, Sodom und Gomorrha, Ernie und Bert“, erwiderte Dean. „Bist du dir sicher, Cas? Ich meine, du bist ein Engel...“

„Ja, ich bin mir sicher.“ Castiel konnte die Lust und das Begehren in seinen dunklen Pupillen im schwachen Licht von draußen sehen. Er liebte seinen Spitznamen, die Weichheit, die Begierde, mit der Dean ihn aussprach und die Lippen aufeinander presste. Er mochte ein knallharter Jäger sein, aber im Bett war er sanft und demütig.

„Okay“, lächelte Dean. Er öffnete seinen Mund und schloss ihn über Castiels Lippen. Lustvoll ließ der Engel seine Hände über Deans Rücken gleiten. Er war fasziniert davon, wie leicht man einen menschlichen Körper stimulieren und dabei Gefühle auslösen konnte, die ihm bisher fremd gewesen waren.

„Du bist schön“, wisperte Castiel, als Dean ihm abermals in die Augen sah, um sich zu versichern, dass der Engel bei der Sache und es sich nicht anders überlegt hatte. Deans Augen hielten seinem Blick stand. So nah war er Deans Sommersprossen noch nie gekommen. Seine Lippen waren gut durchblutet vom Küssen.

„Cas, ich bin kein Mädchen...“, wehrte Dean Castiels Kompliment ab, nichtsdestotrotz pumpte sein Herz einen Tick schneller.

„Aber es ist die Wahrheit. Du bist schön.“

Verlegen setzte sich Dean auf seine Knie und langte nach beiden Tüten neben dem Bett. Castiel hatte sich alles Mögliche andrehen lassen. Dean musste grinsen, wenn er wieder das Bild des schüchternen Engels mit hochroten Ohren beim Einkauf ausmalte. Er fragte sich, ob Castiel irgendwann schon einmal gekommen, bei dem Material, dass er sich besorgt hatte. Allein die Vorstellung sorgte bei Dean dafür, dass ein weiterer Schwall warmes Blut in seine Leistengegend schoss und ihn bis zu einem fast unerträglichen Grad seine Erregung spüren ließ.

Dean fand die Kondome und ein Fläschchen Gleitgel. Castiel beobachtete ihn, wie er ein Kondom abtrennte und die Verpackung aufriss. „Ich weiß nicht... Was soll ich tun?“, fragte er.

„Überlass die Führung einfach mir. Ich weiß, was ich tue“, antwortete Dean und streichelte beruhigend Castiels Oberschenkel mit einer Hand. Der Engel nickte einverstanden. Dean hatte sich nie für einen Romantiker gehalten, dennoch wollte er, dass es für Cas gut war. Er hatte selbst schon mit ein paar Männern geschlafen; manchmal hatte er Geld dafür verlangt, wenn sie knapp bei Kasse und er kein Glück im Spiel hatte. Auch wenn er Frauen bevorzugte, gab es Zeiten, da schleppte er gerne Mal einen Kerl ab oder er ließ sich abschleppen.

Dean sah an sich herab. Ihre Erektionen berührten sich. Mit seinen Fingern umschloss er Castiels Glied und pumpte ein paar Mal, sodass Lusttropfen aus dem kleinen Schlitz perlten. Dean fuhr mit seinem Daumen über die Spitze, beugte sich herunter und leckte die Tropfen ab.

Geräuschvoll sog Castiel Luft durch seine Lippen.

Unter seinem Blick stülpte Dean sich schließlich das Kondom über sein hartes Glied. Er kletterte auf die Seite und bat den Engel, seine Schenkel zu öffnen, damit er sich dazwischen setzen konnte. Außerdem gab er ihm noch ein Kissen, dass Castiel sich unter den Po legen sollte.

„Ich bereite dich vor“, erklärte Dean. „Versuch einfach locker zu lassen und dich zu entspannen.“ Er hob Castiels rechtes Bein auf seine Schulter, schob die Pobacken auseinander und massierte mit den mit Gleitgel benetzten Fingern Castiels Anus.

Als der das kühle Gel an seinem Po spürte, rief er: „Oh.“ Es war ein komisches Gefühl, aber nicht unangenehm. Castiel atmete hörbar aus, als Dean mit seinem Zeigefinger gegen den Schließmuskel drückte und vorsichtig eindrang.

Dean merkte, wie sich der Engel verkrampfte. „Entspann dich, Cas. Ich werde sofort aufhören, wenn du es willst. Versuch, ganz entspannt zu sein. Tief ein und aus atmen.“ Dean beugte sich über ihn und küsste Castiel, während er den Finger langsam in Castiels Innerem bewegte. Dann er nahm einen weiteren Klecks Gleitgel und massierte abermals das kleine Loch. „Alles okay?“

Castiel nickte. Er hatte mit den Zähnen auf die Unterlippe gebissen. Für weitere Nachfragen war er viel zu aufgeregt. Es hatte ihm regelrecht die Sprache verschlagen. Dean küsste ihn wieder leidenschaftlich und schob zugleich langsam eine zweiten Finger in seinen Anus. Castiel klammerte sich an ihn, seine Nägel krallten sich in Deans Rücken und empfing seine Lippen mit Gier und einer unglaublichen Intensität. Der dritte Finger war schon fast zu viel für ihn, denn er verkrampfte sich erneut. Mit der freien Hand griff Dean nach Castiels Glied und brachte ihn endlich mit einem kehligen Laut in seinem Mund zum Aufkeuchen.

Castiels Lippen waren leicht geöffnet. Mit seinen blauen Augen hielt er Dean gefesselt. „Wow, du bist heiß. Unglaublich heiß.“ Und Dean meinte es auch so. Es war mehr als ein bisschen Dirty Talking, sondern etwas Glasklares, das ihm bisher nicht über Lippen gekommen war. „Ich will dich, Cas. Willst du, dass ich weiter mache? Du musst mir sagen, wenn es wehtut.“

Castiel nickte.

Dean gab ihm einen Kuss auf den Mund, bevor er eine große Portion Gleitgel auf seinen Penis rieb und benetzte noch mal Castiels Anus. Besser zu viel als zu wenig. Dann positionierte er sich zwischen Castiels Beinen. Mit seiner Eichel berührte er das kleine Loch und drückte sie dagegen. Er erinnerte den Engel daran, sich zu entspannen und zu atmen. Dean drückte seinen Penis behutsam gegen den Schließmuskel, während Castiel laut atmete. Langsam drang er mit der Spitze ein. Er spürte, wie Castiel versuchte, locker zu lassen, aber sein Gesicht zeigte deutlich die Anspannung.

Stück für Stück drang Dean mit seinem Penis ein, während Castiel versuchte, Deans Ratschlägen zu folgen und gleichzeitig mit dem Schmerz der ungewohnten Dehnung kämpfte. Langsam füllte Dean ihn weiter und weiter aus, während der Schmerz immer unerträglicher wurde. Es brannte und tat schmerzte und der Engel fragte sich schon, warum Menschen daran Vergnügen fanden.

Dean fixierte die ganze Zeit über Castiels Augen, um jede kleinste Regung zu mitzubekommen. Er redete ihm beruhigend zu und flüsterte immer wieder begehrlich Castiels Namen. Er hielt inne, als er mit seinem Glied vollständig in ihm versunken war. Ein dünner Schweißfilm überzog seine Haut. Er musste sich zusammen reißen, um gemächlich vorzugehen und nicht augenblicklich in ihn hineinzustoßen, so erregt war er. Die Enge und die Reibung machten ihn fertig. Er wartete noch ein wenig, Castiel hatte sich nervös um seinen Penis verkrampft.

„Dean...“, sagte Castiel, als Dean wieder bewegte und der Schmerz nicht besser, sondern schlimmer wurde. Er wich Deans Blick aus. „Es... tut weh.“

„Okay.“ Vorsichtig zog sich Dean zurück. „Okay, Cas, ist okay. Wir lassen das.“ Mit einer Hand strich er zart über Castiels Wange. Dean war zu schnell gewesen, zu übereilt. Er fühlte sich schlecht, weil er nicht gemerkt hatte, dass der Engel noch nicht bereit gewesen war.

Dean beugte sich herunter, entschlossen, Castiel zu zeigen, dass Sex Spaß machte. Er stülpte seine Lippen um Castiels Glied und saugte daran. Castiel zusammengefallene Männlichkeit erwachte langsam von Neuem. Der Engel krallte sich in die Bettwäsche, während Dean ihm einen gekonnten Blowjob gab und er sich zugleich mit einer Hand selbst befriedigte.

Zu seinem Stolz brauchte er nicht lange, bis Castiel ohne Vorwarnung in seinem Mund kam und er plötzlich alles schlucken musste. Castiel stöhnte mehrfach laut und erregt auf, was Dean zum Orgasmus brachte. Er spritzte in das Kondom und sah dabei zu, wie Castiels Kontraktionen wellenartig langsam abebbten. Schließlich richtete sich Dean auf und warf das Kondom vom Bett aus in dem Mülleimer.

Danach legte er sich halb auf Castiel, mit einem Bein zwischen Castiel und küsste ihn matt. Er hatte keine Lust zu reden, glücklicherweise sagte Castiel ebenfalls nichts. Mit einer Hand rieb er die Innenseite von Castiels Oberschenkel und schlummerte irgendwann befriedigt ein.

Als Dean wieder aufwachte, war draußen bereits hell, dennoch lag der Engel in seinen Armen im Bett und schlief. Für einen Moment war er äußerst entspannt, bis ihm siedend heiß einfiel, dass sein Bruder sich wahrscheinlich schon wunderte, wo er steckte.

Dean machte sich leise von Castiel los und schlüpfte in seine Kleidung. Er warf einen letzen Blick auf Castiel und wünschte sich fast, nicht gehen zu müssen. Die Züge des Engels waren durchweg entspannt. Er hatte alle Glieder von sich gestreckt. Dean fragte sich, ob Engel normalerweise auch schliefen. Leise verschloss er hinter sich die Tür und machte sich auf den Rückweg.

Sam wachte auf, als Dean in ihr Motelzimmer kam. Verschlafen blickte sein Bruder ihn an: „Hab ich was verpasst?“

Dean runzelte die Stirn und tat so, als wäre die Frage absolut überflüssig. Er deutete auf die Tür hinter sich. „Ich... du weißt schon...“ Er verzog den Mund und zuckte belanglos mit der Schulter.

Irritiert zog Sam eine Augenbraue hoch. „Kannst du mir sagen, wo du herkommst?“, hakte er erneut nach.

„Natürlich kann ich dir das sagen!“ Mit Schwung durchschritt Dean das Zimmer geradewegs ins kleine Bad, knallte die Tür hinter sich zu und kurz darauf war die Dusche zu hören.

Sam schüttelte den Kopf und ließ sich wieder ins Bett fallen.
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